KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Zukunftsrat Ruhr - Ein geglückter Auftakt

Auftaktveranstaltung des Zukunftsrats Ruhr. Im Bild die Expertenrunde zu Megatrends des Ruhrgebiets.
© KWI, Foto: Georg Lukas
Eine lebenswerte Zukunft an der Ruhr – das will der Zukunftsrat Ruhr als Vertretung der Bürgergesellschaft Metropole Ruhr erreichen. Rund 100 Multiplikatoren aus dem Ruhrgebiet kamen zum Auftakt des Zukunftsrats Ruhr in Bochum zusammen. Sie folgten dem Aufruf des Ruhrtriennale-Intendanten Johan Simons und des KWI-Direktors Claus Leggewie, die mit dem Zukunftsrat einen kulturpolitischen Denkanstoß geben wollen. Im „The Good, the Bad and the Ugly“ vor der Bochumer Jahrhunderthalle trafen sich Personen aus Kultur, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, um über Möglichkeiten und Gestaltung eines solchen Zukunftsrats Ruhr zu beraten. Einleitend brachte eine Expertenrunde Megatrends des Ruhrgebiets zur Sprache: Mobilität, Energie, Wohnen und Integration waren dabei Kernthemen. Beispielsweise erläuterte Raumplanerin Christa Reicher den Vorzug des Ruhrgebiets, wohnungsnahen Zugang zu Freiräumen zu bieten. Dies stünde im Gegensatz zu vergleichbaren Metropolen wie Shanghai. Auch hob sie das große Potenzial an bezahlbarem Wohnraum hervor, verlangte allerdings auch eine erhöhte Mobilität für eine „Stadt der kurzen Wege“. Weitere Impulse kamen von Regionalplaner Martin Tönnes, Dramaturgin Sabine Reich, Energiefachfrau Babette Nieder und Soziologe Rolf Heinze. Im Anschluss entwarfen die Teilnehmer in Kleingruppen Optionen, wie eine Institution aussehen könnte, die eine konsultative Funktion für das Ruhrparlament einnehmen könnte. Dabei herrschte eine intensive Arbeitsatmosphäre.
Geplant ist, dass die Ruhrtriennale 2016 und 2017 den Zukunftsrat Ruhr mit entsprechenden Veranstaltungen etablieren wird. Derzeit läuft die Suche nach weiteren Kooperationspartnern. Mit der Veranstaltung wurde ein Diskurs angeregt, um die Zukunftsfähigkeit der Region auf den Weg zu bringen.
Miriam Wienhold, 14. Nov 2017 15:01