KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Neu: Populismus und Extremismus in Europa


Populismus und Extremismus in Europa
Während Bürgerinitiativen wie „Pulse of Europe“ den europäischen Zusammenhalt beschwören, schüren populistische Protestbewegungen und Parteien diffuse Ängste und Verunsicherung. Antidemokratischer Fundamentalismus, Terrorismus und Gewaltmilieus gewinnen eine erhöhte Attraktivität. Die Beiträge des Bandes beleuchten das unübersichtliche Terrain von Nationalismus, Populismus und Extremismus in Europa. Der Band "Populismus und Extremismus in Europa" will die Logik von Ressentiments und die Faszination von Gewalt und Fanatismus fassbarer machen. Claus Leggewie und KWI-Forschungsbereichsleiter Volker Heins sind mit zwei Beiträgen in der Publikation vertreten: Claus Leggewie erörtert, warum antidemokratischer Fundamentalismus, Terrorismus und Gewaltmilieus an Attraktivität gewinnen. Indessen beschäftigt sich Volker Heins' Beitrag mit der Zukunft Deutschlands als Migrationsland.
Der Band baut auf Vorträgen auf, die im Mai/Juni 2016 in der Reihe "Populismus und Extremismus in Europa" der Initiative Europäische Horizonte gehalten wurden. Seit 2003 organisieren die Europäischen Horizonte in regelmäßiger Folge Veranstaltungen, um öffentliche Debatten zu initiieren und zu intensivieren.
Johanna Buderath, 07.08.17
 

Ute Schneider löst Claus Leggewie ab

Nach 10 Jahren verlässt Claus Leggewie das KWI und wird kommissarisch von Ute Schneider abgelöst
© KWI
Nach zehn erfolgreichen Jahren der Forschung in Essen endete zum 31.07.2017 die Amtszeit von Claus Leggewie als Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI). Von 2007 bis 2017 widmete sich der Politikwissenschaftler am KWI verstärkt den Themen KlimaKultur, ErinnerungsKultur und InterKultur. Dabei war es ihm stets ein Anliegen, „global zu denken und lokal zu handeln“, also Fragestellungen der Weltgesellschaft vor Ort mit den Methoden qualitativer wie quantitativer Sozialforschung zu bearbeiten. Das Ruhrgebiet betrachtete er dabei als „ein bestens geeignetes Laboratorium und Experimentierfeld“. Auch dem Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Politik- und Gesellschaftsberatung galt sein Augenmerk, ein Anliegen, dem er unter anderem mit seiner Mitgliedschaft im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung (WBGU) nachkommen konnte. Gerade die am KWI eingerichteten Forschungsbereiche KlimaKulturund PartizipationsKulturarbeiten in diesem Sinne, auch über seine Führung hinaus.
Claus Leggewie war ebenfalls mitverantwortlich für die Gründung des Käte Hamburger Kollegs Duisburg (KHK) im Jahr 2012, dessen Leitung er weiterhin mit Tobias Debiel (INEF) und Dirk Messner (DIE) innehat. Darüber hinaus behält er die Ludwig-Börne-Professur an der JLU Gießen.
Für die nun beginnende Interimsperiode übernimmt die Historikerin Ute Schneider von der Universität Duisburg-Essen (UDE) die kommissarische Leitung des KWI. Sie ist langjähriges Mitglied des KWI-Vorstands und mit der Forschungswelt des Instituts eng vertraut. Sie sieht die kommissarische Leitung als „wissenschaftliche Herausforderung und Chance“, aktuelle Forschungsfelder und Fragen von gesellschaftspolitischer Relevanz weiterzuentwickeln. Im Vordergrund steht für sie die Forschung zu einem gelebten Europa vor und nach dem Brexit und zu Formen des Kompromisses in vergangenen und gegenwärtigen Gesellschaften. Dem wissenschaftlichen Nachwuchs der Universitätsallianz Ruhr will sie das KWI als gemeinsamen Ort des wissenschaftlichen Austauschs und Ideenschmiede näherbringen. Dazu ist ein erster Workshop zur Netzwerkanalyse geplant. Ihr Mandat endet mit der Amtseinführung einer Nachfolge von Claus Leggewie. Noch läuft das Berufungsverfahren zur Neubesetzung der KWI-Direktion unter der Leitung von UDE-Rektor Ulrich Radtke.
Miriam Wienhold, 01.08.17
 
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