KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Tagung: DIE ORDNUNG(EN) DER ARBEIT


Fordismus bei Volkswagen.
© Wikimedia Commons: https://bit.ly/2RUW4QL
Arbeit garantiert das, was gemeinhin als „Normalität“ verstanden wird. Sie gilt als Garantin für soziale Teilhabe und sagt viel über die soziale Position von Akteur*innen im sozialen Raum aus. Auf der interdisziplinär ausgerichteten Tagung „Die Ordnung(en) der Arbeit. Fiktionen und De/Konstruktionen einer geordneten und ordnenden Arbeitswelt“ am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) wurde das spannungsvolle Wechselverhältnis von Arbeit und Ordnung beleuchtet. Aufseiten der konstituierenden Elemente traten Institutionen, Gesetzgeber*innen und politische Akteur*innen sowie ökonomische Instanzen in Erscheinung, die in hohem Maße Einfluss auf die jeweiligen Ordnungen nehmen und ihre Rahmenbedingungen in signifikanter Weise bestimmen. Häufig, so zeigte sich vor diesem Hintergrund, unterliegen Arbeitsordnungen ungleichen Kämpfen und spannungsreichen Paradoxien, die nicht zuletzt auf tiefgreifende Machtasymmetrien zurückzuführen sind und zu scheinbar unauflösbaren Interessenkonflikten zwischen den verschiedenen Ordnungssystemen und deren Akteur*innen führen: Noch immer werden Ethnische- und Geschlechterkonstruktionen genutzt, um Menschen in den niedrig entlohnten Bereichen des Arbeitsmarktes als billige Arbeitskräfte auszubeuten. Wer aufgrund vermeintlicher Defizite nicht in den ersten Arbeitsmarkt hineinpasst, wird durch gesellschaftlichen Ausschluss bestraft, was Unternehmen nicht davon abhält, auch diese Akteur*innen über Umwege in den Produktionsprozess einzubinden, ohne dass diese jedoch davon profitierten. Es bleibt die Frage, was überhaupt als Arbeit bezeichnet werden kann: Nach wie vor wird Reproduktionsarbeit nicht entlohnt und überwiegend von Frauen erbracht, wobei sich infolge der allmählichen Auflösung des männlichen Normalarbeitsverhältnisses infolge postfordistischer Transformationsprozesse seit den 1970er Jahren klassenspezifische Änderungen in der Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern beobachten lassen. (Text: Christofer Schmidt, UDE)
Dennis Arnold, 12.12.18
 

CineScience 18/19: Heimatdarstellungen im Film


CineScience-Fyler
© Titelbild von Ludwig Skell (1842-1905), via Wikimedia Commons

Die neue CineScience-Reihe beschäftigt sich ab Dezember 2018 mit dem Thema "Heimat" und dessen unterschiedlichen Darstellungen im Film. In vier einzelnen Abendveranstaltungen wird der Begriff anhand ausgewählter Filmausschnitte unter die Lupe genommen und von Wissenschaftler*innen mit eingeladenen Gästen und dem Publikum diskutiert. Thematisiert wird der Heimatbegriff im nationalen und globalen Kontext. Die gezeigten Filme bilden die Diversität und die Veränderungsprozesse des Genres ab, von den Ursprüngen in der Blütezeit des Stummfilms bis in die Gegenwart, vom deutschsprachigen Heimatfilm der 1950er Jahre bis zu globalen Varianten.

Zur Veranstaltungsreihe und den Terminen

Über CineScience:
In der Reihe CineScience diskutieren Forschende des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) seit 2011 soziale Phänomene anhand von Filmausschnitten jeden Genres und werfen einen wissenschaftlichen Blick auf die filmische Darstellung alltäglicher und weniger alltäglicher Aspekte menschlichen Zusammenlebens. Eine Veranstaltungsreihe des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) in Kooperation mit dem Filmstudio Glückauf. Die Reihe wird vom Verein zur Förderung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) und der Stiftung für Kulturwissenschaften gefördert.
Dennis Arnold, 28.11.18
 
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