CineScience: Krieg und Film

CineScience: Krieg und Film
© KWI
Nicht zuletzt in Folge der Auslandseinsätze der Bundeswehr steht der „Krieg“ seit einiger Zeit wieder verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit und wird durch das Gedenken an den Ausbruch des Ersten und Zweiten Weltkriegs in diesem Jahr weithin sichtbar sein. In der Filmgeschichte war Krieg von Anfang an ein zentraler Gegenstand, Kriegsfilme zählen zumeist zu den erfolgreichen Kinoereignissen. In der CineScience-Reihe Krieg und Film greift das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) an vier Abenden unterschiedliche Aspekte des Themas auf und beleuchtet diese anhand von Filmausschnitten mit Gästen aus Kunst und Wissenschaft und in der Diskussion mit dem Publikum im Filmstudio Glückauf. Dabei wird es um den Ersten Weltkrieg im Film, das Thema Krieg und Helfen, die Frage der Selektivität und Fiktion in der Kriegsfotografie und das Thema Krieg im humoristischen und satirischen Film gehen. Die Reihe wird vom Verein zur Förderung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) gefördert. Eröffnet wird die Reihe am 6. Mai mit dem Thema „Kaiserreich und Großer Krieg. Reflexionen in Film und bildender Kunst.“ Nähere Informationen können Sie dem aktuellen Flyer zur CineScience-Reihe Krieg und Film entnehmen.
Helena Rose, 17.04.14
 

KWI on Tour: „Universität im Spannungsfeld zwischen Wissenschaftsfreiheit, religiöser Vielfalt und medialer Darstellung“

Volker Heins
© Universität Duisburg-Essen
Wie sieht der multikulturelle Campus von morgen aus? Dieser Frage ging Volker Heins, Leiter des Forschungsschwerpunkts InterKultur am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) und Professor für Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, im Rahmen eines Kolloquiums nach, das am 24. und 25. März an der Universität Duisburg-Essen stattfand. Die Veranstaltung mit dem Titel „Universität im Spannungsfeld zwischen Wissenschaftsfreiheit, religiöser Vielfalt und medialer Darstellung“ wurde angestoßen durch eine Initiative des Senats und des Rektorats der Universität, die damit auf den sogenannten Essener Posterstreit reagierten. Dieser Streit drehte sich um ein Ereignis im Juni 2013: Eine muslimische Studentin hatte Plakate der Ausstellung „What Comics Can Do“ mit dem Hinweis beschädigt, dass sie ihre religiösen Gefühle verletzt sah. Volker Heins nahm die sich daran entzündende Debatte zum Anlass, am Beispiel angelsächsischer Universitäten die Dimensionen einer „multikulturellen Campus-Ethik“, exemplarische Konfliktfälle sowie neue Konfliktlösungs-verfahren zu erläutern. Dabei ließ er die Frage offen, ob es sich in dem konkreten Fall tatsächlich um einen interkulturellen Konflikt handelte oder nicht vielmehr um ein weiteres Beispiel der zunehmenden Brutalisierung unserer Gesellschaft, die sich auch andernorts in einer wachsenden Gewaltbereitschaft und iher strafrechtlichen Folgenlosigkeit zeigt. Die vom WDR moderierte, gut besuchte Veranstaltung wurde bestritten durch zahlreiche Vorträge von Professorinnen zu Themen wie der Wissenschafts- und Kunstfreiheit, der Dynamik interkultureller Konflikte sowie ihrer massenmedialen Aufheizung. Bereichert wurde das Kolloquium zudem durch viele Beiträge der anwesenden Studierenden sowie durch Interventionen von Vertretern des Rats muslimischer Studierender und Akademiker (RAMSA), der Stiftung Mercator und anderer Gruppen.
Helena Rose, 15.04.14
 
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