Tagung: What does Philosophy Owe to its History? The Relation of Historical and Systematic Perspectives

Philosophie
© KWI, Foto: Susanne Pahl
Welche Rolle spielt die Geschichte der Philosophie für unseren heutigen Umgang mit philosophischen Fragen? Diese Frage steht im Zentrum der internationalen Tagung "What does Philosophy Owe to its History? The Relation of Historical and Systematic Perspectives", die vom 23. bis 25. April unter der Leitung von Marcel van Ackeren am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) stattfindet. In der Forschungspraxis zeigen sich unterschiedliche Reaktionen auf die Frage nach dem Verhältnis von historischer und aktueller Perspektive in der Philosophie: Einige Philosophen konzentrieren sich auf den historischen Kontext ohne aktuelle Debatten zu berücksichtigen. Andere diskutieren aktuelle Debatten ohne sich auf die Philosophiegeschichte zu beziehen. Eine dritte Gruppe, zu der eine steigende Anzahl von Philosophen zählt, versucht, die historische Perspektive mit einer aktuellen oder systematischen Perspektive zu verbinden. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Tagung gehen diesem Spannungsverhältnis, das insbesondere seit dem Aufkommen der analytischen Philosophie kontrovers diskutiert wird, in Vorträgen und Diskussionen nach.
Susanne Pahl, 23.04.15
 

KWI on Tour: Vortrag: Energiewende und Klimaschutz als europäisches Projekt

v.l. Claude Turmes, Claus Leggewie, Frederic Hanusch
© Bündnis 90/Die Grünen
Die Debatte um eine europäische Energieunion geht über die Frage der Versorgung mit Brennstoffen hinaus. Sie muss Ankerpunkt sein für eine Klima- und Bürgerunion, die das Projekt Europa mit einem neuen Integrationsschub voranbringt. Diese These stand im Mittelpunkt der Vorträge von Claus Leggewie und Frederic Hanusch bei einem Fachgespräch der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen am 20. März in Berlin. Unter dem Titel „Denken Sie groß!" waren Vertreter des Europäischen Parlaments wie Claude Turmes, Wirtschaftsverbände und zivilgesellschaftliche Organisationen eingeladen, über den EU-Kommissionsvorschlag zur Schaffung einer Energieunion zu beraten. Die Wissenschaftler des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) verwiesen auf den Vorschlag einer „European Community for Energy Transition", welcher in einem Expertenworkshop am KWI entstand und im Policy Paper „Building Europe’s (Energy) Future. A Manifesto for an European Community for Energy Transition nachgelesen werden kann.
Helena Rose, 20.04.15
 
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