Der Literarische Salon im Herbst 2014

Der Literarische Salon 2014
Die Termine für den Literarischen Salon im Herbst 2014 stehen fest: Am 17. September empfangen Navid Kermani, Orientalist und Schriftsteller, und Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), den jungen Autor Clemens J. Setz, der bereits 2011 mit seinen Erzählungen „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“ (Suhrkamp, Berlin 2011) die Feuilletons bewegte und mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde. Seit seinem bizarren wie gleichsam aufregendem Roman „Indigo“ (Suhrkamp, Berlin 2012) gilt Setz als einer der wichtigsten Vertreter seiner Generation. Nicht weniger renommiert ist Felicitas Hoppe, Gast des Literarischen Salons am 5. November. Die Büchner-Preisträgerin wird unter anderem aus ihrem Roman „Hoppe“ (S. Fischer Verlag, Frankfurt 2012) lesen, mit dem sie die Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion, Selbsterkenntnis und Rollenspiel raffiniert unterläuft.
Der Literarische Salon findet auf Initiative des KWI statt, unterstützt von der Stiftung Mercator und dem Schauspiel Essen. Nähere Informationen können Sie dem aktuellen Flyer zur Reihe entnehmen.
Verena Schreiber, 14.08.14
 

Neuerscheinung: „Environmental and Climate Change in South and Southeast Asia. How are Local Cultures Coping?“

Environmental and Climate Change in South and Southeast Asia
Wie nehmen lokale und regionale Kulturen Umweltveränderungen und Klimawandel in Vergangenheit und Gegenwart wahr? Wie haben sie sich an veränderte Bedingungen angepasst und wie stellen sie sich nun darauf ein? Diese Fragen stehen im Zentrum des Sammelbandes „Environmental and Climate Change in South and Southeast Asia. How are Local Cultures Coping?” (Brill 2014), der diesen Monat erscheint und den zweiten Band der Publikationsreihe „Climate and Culture” bildet. Am Beispiel lokaler Kulturen Süd- und Südostasiens gehen die Autoren und Autorinnen der Frage nach, wie diese mit den Herausforderungen des Klimawandels umgehen. Der Fokus liegt hierbei auf drei Ländern mit hoher Emissionsrate: Indien, Indonesien und Thailand. Während im dominanten Klimadiskurs meist Sichtweisen westlicher Kulturen repräsentiert werden, nimmt der von Barbara Schuler herausgegebene Band indigene Perspektiven und Praktiken in den Blick und gibt so Einsichten in hinduistische, buddhistische und islamische Umgangsweisen mit Umweltveränderungen. Basierend auf der Auswertung von Quellenmaterial und Feldforschung heben die Beiträge die enge Verbindung von Klimalösungen, Wissensformen und den soziokulturellen sowie politischen Praktiken in Gesellschaften hervor.
Die Publikationsreihe wird von Carmen Meinert, Professorin für Religionen Zentralasiens an der Ruhr-Universität Bochum und Research Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) sowie KWI-Direktor Claus Leggewie herausgegeben. Sie nimmt das Verhältnis von Klima-, Umwelt- und Kulturgeschichte in den verschiedenen Weltregionen in den Blick und rückt damit eine bisher wenig beachtete Facette der Umwelt- und Klimaforschung ins Zentrum.
Verena Schreiber, 06.08.14
 
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