KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Forschung vor Ort: Britta Acksel in Almada

Feldforschung beim Forum Global EcoMobilidade, Auftaktveranstaltung der diesjährigen Aktionswoche.
© Foto: Britta Acksel. Forum Global EcoMobilidade
Essen, Almada und Malmö – so unterschiedlich die Städte auf den ersten Blick erscheinen, sie alle eint der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit in der Stadt. KWI-Fellow Britta Acksel beforscht die drei Städte in ihrem Promotionsprojekt „Wie wandeln? Kulturanthropologische Einblicke in den Werkzeugkasten gegenwärtiger Nachhaltigkeitsbemühungen“. In diesem Promotionsvorhaben werden Transformationsinstrumente analysiert, mit denen Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft,Politik, Verwaltung und Wissenschaft der Herausforderung einer nachhaltigen Gestaltung von Städten begegnen. Dies können etwa Masterpläne, Roadmaps oder Realexperimente sein. So findet beispielsweise derzeit die European Mobility Week in über 2000 Städten statt. Dies ist eine Kampagne der Europäischen Kommission, in der Kommunen europaweit ihren BürgerInnen die ganze Bandbreite nachhaltiger Mobilität näherbringen. Neue Radwege werden eingeweiht, Elektro-Fahrzeuge getestet oder Verkehrswege umgenutzt. Britta Acksel betreibt Feldforschung zur European Mobility Week in Almada in der Metropolregion Lissabon. Sie führt in nächster Zeit zahlreiche Interviews und teilnehmende Beobachtungen durch. Neben Almada forscht Britta Acksel auch in Essen und in Malmö (Schweden). Das Promotionsprojekt ist Teil des Virtuellen Instituts "Transformation Energiewende NRW". Gefördert wird es im Rahmen des ThinkLab Energie-Gesellschaft-Wandel, eines gemeinsamen Projekts der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und der Innogy Stiftung.
Kassandra Beckmann, 23.09.16
 

Claus Leggewie erhält Volkmar and Margret Sander Prize

Der Volkmar and Margret Sander Preis des Deutschen Hauses NYU geht in diesem Jahr an Claus Leggewie
© Deutsches Haus at NYU
Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) und Ludwig Börne-Professor an der Universität Gießen, erhält den renommierten Volkmar and Margret Sander Preis in New York. Das Deutsche Haus an der New York Universität zeichnet mit dem Preis Personen aus, die auf besondere Weise die kulturellen, politischen und akademischen Beziehungen zwischen der deutschsprachigen Welt und den Vereinigten Staaten bereichert haben. In Zeiten transatlantischer Krisen und Verstimmungen bedeute ihm die Ehrung sehr viel, so der KWI-Direktor zu der Entscheidung. Margret Sanders rief den Preis 2013 ins Leben, in Erinnerung an ihren verstorbenen Ehemann Volkmar Sander, den früheren Direktor des German Department an der New York University (NYU) und erster Direktor des dortigen Deutschen Hauses. Von 1995 bis 1997 hatte Claus Leggewie den Max Weber Chair an der NYU inne und veröffentlichte in dieser Zeit mehrere Bücher über amerikanische Politik und Gesellschaft. Der mit 5.000 Dollar dotierte Preis wird am 21. Oktober 2016 im Deutschen Haus der NYU verliehen, die Laudatio hält der renommierte Demokratieforscher Benjamin Barber. Frühere Preisträger waren der Historiker Fritz Stern, Gary Smith, ehemals Direktor der American Academy in Berlin, und Lya Friedrich Pfeifer, Vorsitzende der Max Kade Stiftung.
Wenn Sie an der Preisverleihung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte unter deutscheshaus.rsvp@nyu.edu an. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Weitere Infos zur Veranstaltung, zum Deutschen Haus der NYU und dem "Volkmar und Margret Sander Preis" finden Sie online.
Miriam Wienhold, 23.09.16
 
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