Neue Schriftenreihe des KWI zur Methodenforschung

Handbuch Historische Netzwerkforschung
Der erste Band der Schriftenreihe des KWI „Schriften des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) zur Methodenforschung“ ist nun erschienen. Das „Handbuch Historische Netzwerkforschung. Grundlagen und Anwendungen“, herausgegeben von Marten Düring (ehemals KWI), Ulrich Eumann, Martin Stark und Linda von Keyserlingk ist zu Beginn des Monats im LIT Verlag erschienen.
Der Band bündelt erstmalig Wissen über die Besonderheiten in der Erhebung und Analyse historischer sozialer Netzwerke. Seit der Antike beschreibt der Netzwerkbegriff die Komplexität sozialer und materieller Beziehungen. Angesiedelt zwischen sozialwissenschaftlicher Netzwerkanalyse und historischer Methodik, zwischen software-gestützter Datenvisualisierung und Quellenkritik, hat sich in den letzten Jahren die Historische Netzwerkforschung entwickelt. Die Autorinnen und Autoren vermitteln einen praxisnahen Überblick über die Potenziale und Herausforderungen sowie die wissenschaftshistorische Verortung einer Historischen Netzwerkforschung.
Weitere Ausgaben der KWI-Schriftenreihe sollen folgen.
Miriam Wienhold, 05.02.16
 

KWI-Projekt „Future Water“ bei der Fortschrittswerkstatt Wasser

Future Water
Wir nutzen täglich Tausende unterschiedlicher Chemikalien, von denen sehr viele in geringen Mengen mit unserem Abwasser in die Kläranlagen gelangen. Durch die vorhandenen drei Stufen auf den Kläranlagen (mechanisch, biologisch, chemisch) können aber viele dieser Mikroschadstoffe nicht vollständig entfernt werden. Mit der Einführung einer zusätzlichen Reinigungsstufe könnte der Eintrag dieser Spurenstoffe in die Flüsse verringert werden. Würde sich der finanzielle Aufwand lohnen? Im Rahmen einer Projektmesse an Universität Duisburg-Essen, organisiert vom NRW Fortschrittskolleg FUTURE WATER in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Mikroschadstoffe NRW, konnten am vergangenen Donnerstag erste Ergebnisse des Graduiertenkollegs vorgestellt werden. In FUTURE WATER arbeiten 14 Doktorandinnen und Doktoranden an unterschiedlichen Fragestellungen im Bereich Wasser. Das von Johannes Euler durchgeführte Teilprojekt am KWI befasst sich mit der Frage, inwieweit die soziale Praxis des Commoning zur Lösung regionaler und globaler Wasserkonflikte beitragen kann. Flankiert wurde die Projektmesse von einer Podiumsdiskussion sowie zwei Vorträgen: Pascal Wunderlin vom Wasserforschungsinstitut Eawag gab zunächst eine Einführung in die Mikroschadstoff-Problematik. Zum Abschluss hielt Joachim Liesenfeld vom Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e.V. einen Vortrag zu den gesellschaftlichen Implikationen. Die gesamten Einnahmen der Veranstaltung werden für das Projekt „100 % Hygiene“ der Neven Subotic Stiftung gespendet.
Julia Günther, 02.02.16
 
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