Improvisationstheater: Schüler verstehen. Improvisationen über Interkultur

Improvisationstheater mit SchülerInnen des Ruhrgebiets
© KWI; Fotograf: Marek Eggemann
Für SchülerInnen des Ruhrgebiets ist kulturelle Vielfalt ein fester Bestandteil ihrer Lebenswelten und macht sie zu Experten für den Umgang mit Interkulturalität. Ihre vielfältigen Erfahrungen demonstrierten SchülerInnen der Frida-Levy-Gesamtschule (Essen), der Ludgerus-Hauptschule (Duisburg) und des Ricarda-Huch-Gymnasiums (Gelsenkirchen) am 6. Februar in einem Improvisationstheaterspiel in der voll besetzten Aula der Frida-Levy-Gesamtschule. Das Theaterspiel eröffnete ihnen spielerische Möglichkeiten, ihre Kulturalität im Umgang miteinander zu erfahren und neue Handlungsvarianten auszuprobieren. Die Veranstaltung war Teil eines Projekts der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 "SCHÜLER VERSTEHEN. Improvisationen über Interkultur" am KWI, unter der Leitung von Ronald Kurt und Alfred Hirsch.
In einer Folgeveranstaltung am 7. Februar reflektierten die SchülerInnen gemeinsam mit Pädagogen, Künstlern und Wissenschaftlern die Chancen, die Improvisation als Methode in Wissenschaft, Kunst und Alltag bietet. Es herrschte Übereinstimmung, dass das Ungeplante, Ergebnisoffene, Experimentelle, aber auch die Beziehungsaufnahme zueinander, die Improvisationen zu einem wertvollen Handlungsrepertoire und Wissensressourcen machen.
 

KWI on Tour: DoktorandInnen der Klimakultur machen weltweit Feldforschung

Ankündigung des Vortrags an der Louisiana State University
Sie sind nach China, Ghana und Chile, in die Schweiz und die USA und auch nach Ostdeutschland ausgeschwärmt. Drei Monate haben die DoktorandInnen des Ende 2008 eingerichteten Forschungsschwerpunkts Klimakultur am KWI jeweils in einem Land verbracht. Dort führten sie zahlreiche Einzel- und Gruppeninterviews für qualitative Studien in den Themenbereichen „Katastrophenerinnerung“ und „Shifting Baselines“.
Ein wichtiger Bestandteil des Aufenthalts war auch die Vernetzung mit internationalen ForscherInnen vor Ort: So arbeitete beispielsweise Eleonora Rohland mit Wissenschaftlern der Louisiana State University zusammen und hielt dort einen Vortrag über „Transforming Hazards into Risks: Reinsurance and Fire Disasters in 19th Century Europe“. Darin bezog sie sich auf den Ökonom Nicholas Stern, der mit Blick auf die vom IPCC prophezeite Zunahme von Extremereignissen auf die wichtige Rolle der Versicherungsindustrie hingewiesen hat. Rohland stellte an einem Beispiel aus der Firmengeschichte des Schweizer Rückversicherers Swiss Re einen solchen Fall der Neu-Evaluation und des pricings von Risiko dar.
 
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