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PD Dr. Alexandra Przyrembel


Kontakt

Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)
Goethestraße 31
45128 Essen
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Fax: + 49 201 7204 111

Biographie

WiSe 2013/14 - SoSe 2014 Gastprofessorin für Globalgeschichte an der Freien Universität Berlin (Vertretung Prof. Dr. Sebastian Conrad).
Die Leitung des Forschungsbereichs „Globale Kultur­kon­flikte und trans­kul­tu­relle Koope­ra­tion” am Centre for Global Cooperation Research / Käte Hamburger Kolleg vertritt für ein Jahr Dr. habil. Volker Heins, KWI-Senior Fellow und Leiter des Forschungsbereichs InterKultur am KWI.

Seit 02/2012 Leiterin Forschungsbereich „Globale Kultur­kon­flikte und trans­kul­tu­relle Koope­ra­tion” am Centre for Global Cooperation Research / Käte Hamburger Kolleg und Senior Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI).

12/2011 Auszeichnung mit dem Marie Curie Fellowship durch die EU in Kooperation mit der University of Chicago und der Georg-August-Universität Göttingen.

Seit 05/2010 Privatdozentin und Lehrende am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Georg-August-Universität Göttingen, Durchführung des Forschungsprojektes "Global Aid Cultures: Religious, Political and Humanitarian Practices, Motives and Strategies (1850-1930)".

04/2010 Habilitation an der Georg-August-Universität Göttingen, Erteilung der Venia Legendi für Mittlere und Neuere Geschichte.

10/2002-06/2009 Wissenschaftliche Assistentin, Lehrstuhl Prof. Dr. Rebekka Habermas, Georg-August-Universität Göttingen.

10/2006-01/2008 Forschungsprojekt "Verbote und Geheimnisse. Das Tabu und die Genese der europäischen Ordnung", Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft ("eigene Stelle").

04/2006 Stipendium Deutsches Historisches Institut Washington, Forschungsaufenthalt Library of Congress: Nachlass Sigmund Freud.

2003 Auszeichnung der Dissertation mit dem 2. Platz, Historisches Buch 2003, Kategorie Neueste Geschichte, H-Soz-u-Kult.

01/2002-09/2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Max-Planck-Gesellschaft. Forschungsprogramm: Die Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (=Vorgängerorganisation der Max-Planck-Gesellschaft) im Nationalsozialismus, Durchführung eines Forschungsprojektes zu den "Verwaltenden von Wissen".

12/1996-06/2001 Promotion, Technische Universität Berlin Titel der Arbeit "’Rassenschande’: Zur historischen Wirksamkeit eines Stereotyps" (Betreuer: Prof. Dr. Reinhard Rürup).

10/1989-06/1995 Studium der Geschichte und der Literaturwissenschaft an der Cornell University (New York) und der Universität Hamburg.

03/1991-12/2000 Förderungen der Promotion durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Ernst-Strassmann-Stiftung, Förderung des Studiums durch die Friedrich-Ebert-Stiftung.

08/1985-09/1995 Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin im Rowohlt Verlag, Tätigkeiten für verschiedene Verlage und literarische Agenturen.

Forschungsschwerpunkte

Europäische und deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts; Geschichte des Imperialismus und Kolonialismus; Kulturgeschichte des Wissens und der Religion; Geschichte der humanitären Bewegungen in der Moderne.

Laufende Forschungsprojekte

"Global Aid Cultures: Religious, Political and Humanitarian Practices, Motives and Strategies (1850-1930)", (Forschungsprojekt im Centre for Global Cooperation Research).

Globalisierungen von Wissen im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Cartographies of Fear in the 20th Century - Kartographien der Angst im 20. Jahrhundert.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Geheimnisse und Verbote. Das Tabu und die Genese der europäischen Moderne (Finanzierung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft).

Bilder, Sprachen, Emotionen - die Geschichte des Antisemitismus in der Moderne (Finanzierung der Dissertation "Rassenschande". Reinheitsmythos und Vernichtungslegitimation im Nationalsozialismus durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft).

Publikationen

Bücher (Auswahl)

Gemeinsam mit Rebekka Habermas (Hg.), Globalisierungen von Wissen: das 19. Jahrhundert. Ein Handbuch, Göttingen 2013 (Vandenhoeck & Ruprecht) [im Erscheinen].

Verbote und Geheimnisse. Das Tabu und die Genese der europäischen Moderne, Frankfurt/Main 2011 (Campus Verlag).

Gemeinsam mit Jörg Schönert (Hg.), Joseph Süß Oppenheimer, genannt ‚Jud Süß': Zur Wirkungsmacht einer Ikonischen Figur, Frankfurt/Main 2006 (Campus Verlag).

"Rassenschande". Reinheitsmythos und Vernichtungslegitimation im Nationalsozialismus, Göttingen 2003 (Schriftenreihe des Max-Planck-Instituts für Geschichte 190). Ausgezeichnet: 2. Platz Historisches Buch 2003, Sektion “Neueste Geschichte”, H-Soz-u-Kult.

Aufsätze (Auswahl)

Haben Tiere eine Geschichte? Europäische Zivilisierungsmissionen zum Schutze des Tiers im19. Jahrhundert, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (2012).

Colonialismo e psicoanalisi. Totem e tabu, Sigmund Freud e l'etnologia intorno al 1900 [=Kolonialismus und Psychoanalyse. Totem und Tabu, Sigmund Freud und die Ethnologie um 1900], in: Contemporanea 2012.

Die London Missionary Society und die Popularisierung von Wissen über die außereuropäische Welt, in: Ulrich van der Heyden (Hg.), Missionsgeschichte als Geschichte der Globalisierung, Stuttgart 2012.

Der Missionar Johann Hinrich Wichern, die Sünde und das unabänderliche Elend der städtischen Unterschichten um 1850, in: WerkstattGeschichte 2011 57 (2011), H. 1, 53-67.

"Wissen auf Wanderschaft". Britische Missionare, ethnologisches Wissen und die Thematisierung religiöser Selbstgefühle um 1830, in: Historische Anthropologie, 2011, H. 1, 31-53.

Von Ausrufezeichen, Tätern und Wellen. Metaphern und Bilder in der deutschen Geschichtsschreibung des Holocaust seit 1989, in: Historische Anthropologie 14 (2006) H. 3, 430-440.

Sehnsucht nach Gefühlen: Zur Konjunktur der Emotionen in der Geschichtswissenschaft, in: L'Homme. ZfG 16 (2005) H. 2, 116-124.

Ilse Koch – "normale" SS-Ehefrau oder "Kommandeuse von Buchenwald"?, in: Klaus-Michael Mallmann/Gerhard Paul (Hg.), Karrieren der Gewalt. Nationalsozialistische Täterbiographien, Darmstadt 2004, 126-133.

"Rassenschande": Sexualität, "Rasse" und das "Jüdische" vor NS-Gerichten, in: Historische Anthropologie 12 (2004) H.3, 338-354.

Der Bann eines Bildes – Ilse Koch, die "Kommandeuse von Buchenwald", in: Insa Eschebach/Sigrid Jacobeit/Silke Wenk (Hg.), Gedächtnis und Geschlecht. Internationale Studien zur Rezeptionsgeschichte des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen, Frankfurt a.M. 2002, 245–267.

Von der "Rassenehre" zum Topos der "Unanständigkeit": "Rassenschande" vor Gericht, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 52 (2004) H.12, 1091-1105.

Transfixed by an Image – Ilse Koch, the "Kommandeuse of Buchenwald", in: German History 3 (2001), 369–399.

Die Tagebücher Victor Klemperers und ihre Wirkung in der deutschen Öffentlichkeit, in: Johannes Heil/Rainer Erb (Hg.), Geschichtswissenschaft und Öffentlichkeit. Der Streit um Daniel J. Goldhagen, Frankfurt a.M. 1998, 312–327.

Online-Publikationen

Friedrich Engels und Die Lage der arbeitenden Klasse in England, in: Themenportal Europäische Geschichte 2011.

Aktivitäten

Conference "Religion in the Age of Imperial Humanitarianism", Leibniz Institute of European History, Mainz, 9/2012. Gemeinsam mit Prof. Dr. Harald Fischer-Tiné/Prof. Dr. Johannes Paulmann.

Seit 2009 Mitglied des Zentrums für Theorie und Methodik der Kulturwissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen.