KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Projektbereiche

Projekt New Regional Formations: Rapid Environmental Change and Migration in Coastal Regions of Ghana and Indonesia

Gesamtleitung: Prof. Dr. Michael Flitner (Forschungszentrum Nachhaltigkeit, Universität Bremen)
Leitung „Risikokulturen": Prof. Dr. Volker Heins (KWI)
Partner: Forschungszentrum Nachhaltigkeit (Universität Bremen), Leibniz Zentrum für Marine Tropenökologie (Universität Bremen), Jacobs University Bremen, Freie Universität Berlin

Förderer: VolkswagenStiftung (Förderlinie „Schlüsselthemen für Wissenschaft und Gesellschaft")
Laufzeit: Januar 2014 - Dezember 2016

Foto: M. Lukas
Angelnde Kinder in der Großstadt Semarang in Zentraljava, Foto: M. Lukas


Küstenregionen spielen eine wichtige Rolle in zwei zentralen Prozessen, die heutige Gesellschaften zutiefst prägen: Umweltwandel und Migration. Sie sind Ursprung und Zielregion von Migrationsbewegungen und fungieren zudem häufig als Eintrittspforten in größere Migrationsnetzwerke. Zugleich werden Küstenregionen rund um den Globus kontinuierlich durch klimatische und andere Einflüsse verändert.

Das Projekt untersucht die Region Semarang in Zentraljava (Indonesien), die von Landsenkung und wiederkehrenden Hochwassern bedroht ist, sowie den Distrikt Keta (Ghana), in dem eine besonders intensive Erosion entlang der Küste stattfindet. Ausgangsthese ist, dass die entsprechenden Anpassungsstrategien in „regionale diskursive Formationen“ eingebettet sind und zu deren Transformation beitragen. Angelehnt an die Arbeiten von Richard Peet und Michael Watts und deren konzept der „regionalen Formationen“ will das Projekt die komplexen Interaktionen zwischen sich verändernden materiellen Bedingungen, den umstrittenen kulturellen Rahmungen dieser Veränderungen sowie den sozialen, politischen und ökonomischen Institutionen der Region erforschen.

Vor diesem Hintergrund befasst sich das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) mit dem Teilprojekt „Risikokulturen“, das sich auf die Bedeutungspraktiken von ethnisch heterogenen Bevölkerungsgruppen im Kontext von Umweltwandel und Migrationsbewegung konzentriert. Besondere Beachtung findet dabei das Zusammenspiel von lokalen, transnationalen und internationalen Akteuren und Wissensbeständen.

  • Weitere Projektpartner:

Prof. Dr. Felicitas Hillmann, FU Berlin
Prof Dr. Achim Schlüter und Prof Dr. Hildegard Westphal,
Leibniz Zentrum für Marine Tropenökologie