KWI - Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Projekt EnerTransRuhr - Energiewende integrativ. Kulturelle Kartierung

Leitung: Prof. Dr. Claus Leggewie (KWI-Teilprojekt), Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Dr. Peter Viebahn (Wuppertal Institut)
Partner: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit: 09/2013 - 08/2016

„Bioauto“
„Bioauto“, © auwald / piqs.de, some rights reserved

Transformation ist für die ehemalige Kohle- und Stahlregion Ruhrgebiet kein Neuland. Für die angestrebte Energiewende steht auch diese Region erneut vor einem komplexen sozio-technischen Wandel. Unter dem Titel „Energiewende integrativ. Entwicklung eines transformativen Forschungsdesigns am Beispiel der Energiewende Ruhr/NRW“ (EnerTransRuhr) sollen diese Wandlungsprozesse im Rahmen eines umfassenden und interdisziplinären Forschungsprojektes begleitet und sichtbar gemacht werden. Der Transition-Forschungsansatz bietet hier die Möglichkeit, die verschiedenen Ebenen von Transformations-prozessen in ein umfassendes Researchdesign einzubeziehen – also in einem Transformationszyklus von der Systemanalyse über Experimente im „Reallabor“ hin zu erfolgreichen Lösungsansätzen zu gelangen.
Durch das KWI-Teilprojekt werden sozio-kulturelle Analysen von Agenten des Wandels (Change Agents) und deren Lebenswelten zunächst in die Systemanalyse einfließen. Kulturelle Aspekte, wie etwa Netzwerke in Nachbarschaften oder engagierte Bürger für soziale Veränderungen, sind gerade für das Verständnis von Energieeffizienzinnovationen (z.B. Gebäudesanierung) und deren Verbreitung von hoher Bedeutung. Durch Fallanalysen mit Methoden der qualitativen, ethnografischen Sozialforschung soll der „missing link“ zwischen vorauspreschender Innovationsprogrammatik und sozialer Lebenswelt hergestellt werden und letztlich Teil einer am KWI angelegten kulturellen Kartierung der Region werden.

Veröffentlichungen:

Sophia Schönborn, Stefan Schweiger (2016), "Innovativ. Nachhaltig. Ruhrpott? BürgerInnen gestalten die Energiewende vor Ort. Ein Resümee für EntscheiderInnen"