Projektbereiche

Projekt Autobiographisches Gedächtnis

Leitung: Prof. Dr. Harald Welzer, Prof. Dr. Hans J. Markowitsch

Förderer: Volkswagenstiftung


Das autobiographische Gedächtnis Unsere Biografie wird uns nicht in die Wiege gelegt. Sie entsteht erst im Laufe der Jahre – ebenso wie das autobiografische Gedächtnis. Ein wesentlicher Teil der Entwicklung des menschlichen Gehirns, wie etwa Wachstum und Reifung der neuronalen Netze, erfolgt erst nach der Geburt und unterliegt somit sozialen und kulturellen Einflüssen. Daher ist das autobiografische Gedächtnis ein ideales Forschungsfeld für Zusammenhänge zwischen neuronaler Entwicklung und sozial-kultureller Prägung. Ein interdisziplinär aufgestelltes Team um den Sozialpsychologen Professor Dr. Harald Welzer vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen im Wissenschaftszentrum NRW und den Neurowissenschaftler Professor Dr. Hans J. Markowitsch von der Universität Bielefeld stellt dementsprechend den sich erinnernden Menschen ins Zentrum seiner Forschung.

Wie funktioniert das autobiografische Gedächtnis? Wie stark ist es durch soziale Einflüsse geprägt, und wie verändert es sich im Laufe der Jahre? Diesen Fragen geht das Projektteam in mehreren Teilstudien mit Personen unterschiedlichen Alters nach. Freie Interviews und standardisierte Gedächtnistests werden kombiniert, um den sozialen und kulturellen Dimensionen autobiographischen Erinnerns nachzugehen. Bildgebende Verfahren dokumentierten, welche Hirnregionen aktiviert werden. Dies ermöglichte es, sowohl die subjektive Bedeutung als auch die neuronalen Entsprechungen zentraler Lebenserinnerungen in ihrer zeitlichen Entwicklung zu untersuchen.