Projektbereiche
Mitarbeiter
Projekt Graduiertenkolleg: Herausforderung der Demokratie durch Klimawandel
Leitung: Prof. Claus Leggewie; Koordination: Dr. Bernd Sommer
Gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung
Zum 1. Februar 2011 startete am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) das Promotionskolleg "Herausforderung der Demokratie durch Klimawandel", in dessen Rahmen vier Promotionsstipendien für eine Laufzeit von maximal drei Jahren vergeben werden.
Die Folgen des Klimawandels bedrohen die Fundamente unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Es stellt sich die Frage, wie klimaverträglich die Demokratie ist, und wie demokratieverträglich Maßnahmen zur Vermeidung von Klimaschäden und Katastrophenschutz sein werden. Ohne eine neue Kultur der bürgergesellschaftlichen Teilhabe wird die Demokratie Schaden nehmen, auch sind neue Regeln und Instrumente globalen Regierens erforderlich. Diese müssen wiederum die kulturellen Wahrnehmungsfilter des globalen Phänomens Klimawandel berücksichtigen.
Das Promotionskolleg schließt an die theoretische und empirische Demokratieforschung an und nimmt ein in diesem Rahmen bisher wenig bearbeitetes Feld, die Legitimität und Performanz nationaler und supranationaler Klimapolitik, in den Blick. Im Zentrum der inhaltlichen Arbeit des Kollegs steht u.a. die Auseinandersetzung mit den folgenden Schwerpunkten:
- Demokratische Legitimation und Performanzbestimmung von Klimapolitik in alten und neuen liberalen (Parteien-) Demokratien
- Ort und Funktion außerparlamentarischer Klimaschutz-Initiativen in demokratischen wie autokratischen Systemen, mit besonderer Berücksichtigung von Gewerkschaften und Verbraucher-Organisationen
- Interessenkonstellationen in der internationalen Klimadiplomatie
- Demokratisierung von Climate Governance auf supra- und internationaler Ebene
Das Gesamtkonzept des Kollegs kann
Wissenschaftlicher Beirat:
Dr. Steffen Bauer
Prof. Dr. Thomas Saretzki
Prof. Dr. Gary S. Schaal
Prof. Dr. Miranda Schreurs