Projektbereiche

Projekt Fremde Eigenheiten und eigene Fremdheiten. Interkulturelle Verständigung und transkulturelle Identitätsarbeit in globalisierten Arbeitskontexten.

Leitung: Prof. Dr. Ronald Kurt, Prof. Dr. Jo Reichertz

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit: August 2010 bis Ende November 2012

Die Arbeit in interkulturellen Arbeitsteams wird mit dem Fortschreiten der Globalisierung zur Normalität. Die Mitglieder solcher Teams müssen Formen der interkulturellen Zusammenarbeit entwickeln (interkulturelle Praktiken) und kommunikative Anschlussfähigkeit herstellen (interkulturelle Verständigung), um die verschiedenen Perspektiven lösungsorientiert miteinander in Beziehung zu setzen. Interkulturelle Kommunikation sorgt für Missverständnisse, bietet aber auch Chancen. Das Miteinander in solchen Arbeitsteams gestaltet jeweils einen neuen sozialen Rahmen: Den Mitarbeitern wird also eine transkulturelle Identitätsarbeit abverlangt. Was passiert mit ihrer Identität, wenn die Menschen über lange Zeit mit der anderen Kultur in Berührung sind und sich ständig aneinander anpassen müssen? Das Projekt untersucht, wie interkulturelle Verständigungsprobleme ablaufen und gelöst werden und analysiert die Interaktion zwischen indischen und deutschen Flugbegleitern einer großen deutschen Fluggesellschaft.

Ziel
Mit dem Projekt wollen das KWI und die Universität Duisburg-Essen typische Aspekte transkultureller Kommunikations- und Identitätsarbeit identifizieren. Bei der wissenssoziologischen Untersuchung werden qualitative Experteninterviews mit dem Management, narrative Interviews mit indischen und deutschen Flugbegleitern sowie teilnehmende Beobachtungen kombiniert. Gefördert wird das Projekt „Fremde Eigenheiten und eigene Fremdheiten. Interkulturelle Verständigung und transkulturelle
Identitätsarbeit in globalisierten Arbeitskontexten“ durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

Aktueller Stand
In der ersten Datenerhebungsphase wurden teilstrukturierte Experteninterviews mit dem Management der Fluggesellschaft geführt. In der zweiten Phase wurden mit den indischen Flugbegleitern in Indien narrative Interviews geführt. Derzeit werden die Daten ausgewertet und weitere narrative Interviews mit den deutschen Flugbegleitern geplant. Die ersten Teilergebnisse werden voraussichtlich im Herbst 2011 vorliegen.