Projekt Konsumentenverantwortung - Neue Macht und Moral des Verbrauchers

Leitung: Prof. Dr. Ludger Heidbrink

Förderer:Stiftung Wertevolle Zukunft Hamburg

Aufgrund eines gestiegenen gesellschaftlichen Bewusstseins für die Notwendigkeit der nachhaltigen Umgestaltung des globalen Wirtschaftssystems sehen sich Unternehmen zunehmend mit der Forderung konfrontiert, ökologische und soziale Verantwortung zu übernehmen. Da in diesem Prozess Konsumenten zu einem bedeutenden gesellschaftlichen Machtfaktor geworden sind, der immer stärkeren Einfluss auf das Marktgeschehen und unternehmerische Entscheidungen gewinnt, fällt auch ihnen eine neue Verantwortung zu. Von ihren Entscheidungen hängen nicht nur wirtschaftliche Investitionen, sondern auch die Gestaltung von Produkten und die Berücksichtung von Sozial- und Umweltstandards ab.

Trotz vorhandenen Bewusstsein agieren Verbraucher jedoch nur in begrenztem Umfang verantwortungsgeleitet am Markt und entwickeln nur eine relativ geringe Bereitschaft, sich in ihren Kauf- und Verbrauchsgewohnheiten auf soziale und ökologische Herausforderungen einzustellen. Anhand einer sekundäranalytischen Rekonstruktion des Konsumentenverhaltens soll diese Kluft zwischen Bewusstsein und Verhalten der Verbraucher untersucht werden und der Typus „moralischer Konsument“ durch die kritische Evaluation von Markt- und Milieustudien hinterfragt werden. Dabei geht es vor allem um die Frage, welche Ressourcen und Rahmenbedingungen erforderlich sind, damit Konsumenten eine höhere Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme entwickeln.

Die Zielsetzung des Projektes ist es, die Faktoren, die zur Ausbildung und Förderung einer konsumistischen Verantwortungskultur beitragen, herauszuarbeiten und Strategien zur Umsetzung im Alltagskonsum zu entwickeln.