event
 
Donnerstag, 05. November 18:30 Uhr
Referent: Rüdiger Safranski, Moderation: Jörn Rüsen
Reden über den Humanismus: Humanistische Erhellung der existentiellen Zeit
Ort: Aalto-Theater, Opernplatz 10, 45128 Essen
Veranstalter: KWI

Die mechanischen Zeit-Vorstellungen sind übermächtig und werden neuerdings durch Technik und Beschleunigung noch verstärkt. Es wäre wohl die Aufgabe einer humanistischen Reflexion, an die Stelle der Zeit der Uhren wieder die Zeit des Menschen in den Mittelpunkt zu rücken. Dadurch würde der gegenwärtige Zeitdruck als existentieller Zeitverlust erkennbar. Was aber bedeutet dann die wiedergefundene Zeit? Ist sie, wie Bergson und Jaspers vermuten, nichts anderes als der offene Horizont schöpferischer Freiheit?

Referent:
Rüdiger Safranski, Philosoph und Schriftsteller, studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in Frankfurt/Main und Berlin. Seit 1985 ist er als freier Autor tätig. Zusammen mit Peter Sloterdijk ist er Gastgeber des „Philosophischen Quartetts“ im ZDF. Bekannt wurde Safranski durch seine Biografien über Arthur Schopenhauer und Martin Heidegger.

Moderation:
Prof. Dr. Jörn Rüsen ist Leiter des Projekts „Humanismus in der Epoche der Globalisierung“ am KWI und Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Geschichte und Geschichtskultur an der Universität Witten/Herdecke.

Die "Reden über den Humanismus. Menschlichkeit in den Konflikten der Gegenwart“ werden vom Projekt „Humanismus in der Epoche der Globalisierung“ am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) veranstaltet, gefördert durch die Stiftung Mercator. In diesem Jahr wird der Schriftsteller Rüdiger Safranski eine Reihe von Vorlesungen zum Thema „Mensch und Zeit“ halten.