KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen
event
 
Donnerstag, 29. August 17:00 Uhr - 19:00 Uhr
Leitung: Claus Leggewie
Symposium: Global Cooperation in the 21st Century - Im Rahmen der Ruhrtriennale
Ort: Gebläsehalle, Landschaftspark Duisburg-Nord
Veranstalter: Käte Hamburger Kolleg

Zusammenarbeit gilt als rationale und intendierte Strategie - die Kooperationspartner teilen bestimmte Interessen und einigen sich auf den besten Weg, diese zu verwirklichen. Aber wie ist es eigentlich mit automatisierten Abläufen? Eingebettet in das internationale Festival der Künste Ruhrtriennale widmet sich das Symposium „Global Cooperation in the 21st Century“ des Käte Hamburger Kollegs / Centre for Global Cooperation Research der Kraft der ‚unsichtbaren Hände‘.

Unter der Leitung von Prof. Claus Leggewie, Co-Direktor des Kollegs, analysieren vier Referenten aus ganz unterschiedlichen Disziplinen automatische, unbewusste und ungewollte Kooperationen, wie sie sich hinter dem Rücken von Akteuren ereignen. Dazu gehören neben den Marktmechanismen automatisierte Verrichtungen durch Roboter und Programme wie der Hochfrequenzhandel an den Börsen, aber auch schlafwandlerische Handlungen, Traumata und Psychopathologien des Alltagslebens und nicht zuletzt diverse „Vorsehungen“ und Prädestinationen.

Von den Beiträgen aus Kunst- und Theaterwissenschaft, Ökonomie, Psychoanalyse und Informatik können die Besucher aufschlussreiche Einblicke sowohl in die Automatismen der Alltagswelt als auch in diejenigen der Weltgesellschaft, wahrlich eine Welt voller nicht-intendierter Folgen, erwarten.

Programm

Leitung:
Prof. Dr. Claus Leggewie, Direktor des KWI und Co-Director des Käte Hamburger Kollegs / Centre for Global Cooperation Research

ReferentInnen:
Christoph Lattemann (Bremen): „Algorithmic Trading“
Claudia Liebrand (Köln): „Automaten, Trauma-Automatismen und écriture automatique. Unsichtbare Hände in der literarischen Romantik“
Birger P. Priddat (Witten/Herdecke): We don’t love algorithims, but we do love ourself mirrored by algorithms. Big-Data als statistische Spiegelung von Identität in Konsumprozessen: die Einführung der Wunschmaschine.
Theo Röhle (Paderborn): Soziale Emergenz als Bedrohung und Versprechen

Der Eintritt ist frei.

Über das Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research:
Das Käte Hamburger Kolleg „Politische Kulturen der Weltgesellschaft“ ist ein interdisziplinäres Zentrum für globale Kooperationsforschung der Universität Duisburg-Essen. Es ist das jüngste von zehn Käte Hamburger Kollegs, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung als internationales geisteswissenschaftliches Forschungskolleg gefördert werden. Im Rahmen des Kollegs untersuchen renommierte, internationale WissenschaftlerInnen Schwierigkeiten und Chancen globaler Kooperation in einer kulturell ausdifferenzierten Weltgesellschaft. Beteiligte Institute des Käte Hamburger Kollegs / Centre for Global Cooperation sind das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE), das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) an der Universität Duisburg-Essen (UDE) und das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI).

Über die Ruhrtriennale:
Die Ruhrtriennale ist das internationale Festival der Künste in der Metropole Ruhr. Die Schauplätze der Ruhrtriennale sind die herausragenden Industriedenkmäler der Region, die jedes Jahr in spektakuläre Aufführungsorte für Musik, Bildende Kunst, Theater, Tanz und Performance verwandelt werden. Im Zentrum stehen zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler, die den Dialog mit den Industrieräumen und zwischen den Disziplinen suchen.

Anmeldung: events@gcr21.uni-due.de