KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen
event
 
Freitag, 17. Oktober - Samstag, 18. Oktober
Diskussion zur europäischen Integrationsforschung
Workshop: „Europa anders denken“
Ort: Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Gartensaal, Goethestr. 31, 45128 Essen
Veranstalter: edition Körber-Stiftung

Die europäische Integrationsforschung hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend ausdifferenziert. Ihre Schwerpunkte lagen zunächst auf den politischen, rechtlichen und ökonomischen Dimensionen des Integrationsprojekts und es herrschte eine teleologische Perspektive auf die Herausbildung europäischer Institutionen vor. Heute melden sich vermehrt Stimmen zu Wort, die die Multidimensionalität, Zerbrechlichkeit und Ambivalenz des Einigungsprozesses ins Zentrum rücken.

Neuere Ansätze in der Integrationsforschung sind zum einen darum bemüht, das Europa der Bürger verstärkt in den Blick zu nehmen und diese Dimension anhand von Fragen einer europäischen Öffentlichkeit, (Zivil-)Gesellschaft, Kultur oder Identität zu untersuchen. Zudem werden die Methoden, Kategorien und Denkformen in Frage gestellt, die die bisherige Europaforschung dominieren.

Hier schließen sich zentrale Fragen des Workshops an: Lässt sich der Prozess der europäischen Integration in Begriffen und Instrumentarien fassen, die allzu eng an den Denkrahmen des Nationalstaats/Bundesstaats gebunden sind? Oder steht die Integrationsforschung vielmehr vor der Aufgabe, alte Begrifflichkeiten zu revidieren, zu modifizieren oder neue Kategorien zu entwickeln? Wie wird die Kritik am methodologischen Nationalismus mit bestimmten politischen Ordnungsvorstellungen verknüpft und sind diese Verknüpfungen plausibel und legitim? Wie antworten neuere Ansätze auf die Defizite der aktuellen Europaforschung? Der Workshop „Europa anders denken“ lädt ein, diese Fragen im interdisziplinären Gespräch zu diskutieren.

Veranstaltungsprogramm

Wissenschaftliche Leitung:
Volker Heins ist Leiter des Forschungsbereichs „Interkultur“ am KWI und seit Oktober 2013 Leiter des Forschungsbereichs „Globale Kulturkonflikte und transkulturelle Kooperation” am Centre for Global Cooperation Research / Käte Hamburger Kolleg in Duisburg.

Referentinnen und Referenten:
Hauke Brunkhorst (Universität Flensburg), Monika Eigmüller (Freie Universität Berlin), Volker Heins (KWI), Andreas Hess (University College Dublin), Alexandra Kemmerer (MPI für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg), Claus Leggewie (KWI), Andreas Niederberger (Universität Duisburg-Essen), Kerstin Poehls (Universität Hamburg), Wolfgang Schmale (Universität Wien), Birgit Schwelling (Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research, Duisburg), Marcel Siepmann (KWI)


Veranstalter:
Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) in Zusammenarbeit mit dem Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research, Duisburg.

Um Anmeldung bis zum 10.10.2014 wird gebeten bei
Maria Klauwer, KWI, Tel. 0201 7204-153, maria.klauwer@kwi-nrw.de

Inhaltlicher Kontakt:
Volker Heins, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI),volker.heins@kwi-nrw.de

Über das Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research:
Das Käte Hamburger Kolleg „Politische Kulturen der Weltgesellschaft“ ist ein interdisziplinäres Zentrum für globale Kooperationsforschung der Universität Duisburg-Essen. Es ist das jüngste von zehn Käte Hamburger Kollegs, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung als internationales geisteswissenschaftliches Forschungskolleg gefördert werden. Im Rahmen des Kollegs untersuchen renommierte, internationale WissenschaftlerInnen Schwierigkeiten und Chancen globaler Kooperation in einer kulturell ausdifferenzierten Weltgesellschaft. Beteiligte Institute des Käte Hamburger Kollegs / Centre for Global Cooperation sind das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE), das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) an der Universität Duisburg-Essen (UDE) und das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI).