KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen
event
 
Donnerstag, 18. Februar - Samstag, 20. Februar
International Conference
Why People Migrate...
Ort: Tagungsraum II, Mensagebäude, Ruhr-Universität Bochum
Veranstalter: edition Körber-Stiftung

Multiple Ursachen, komplexe Beweggründe und ihre normative Bewertung
Migration hat viele Gesichter



Die Ursachen und Gründe für Migration sind offensichtlich relevant für die normative Bewertung und die Rechtfertigung von Ansprüchen, die Migranten erheben, wenn es um den Kontext ihrer Herkunft und Ziele geht. Einige Gründe erzeugen strikte Verpflichtungen, während andere zu überhaupt keinen Ansprüchen führen. Und manche Gründe, die auch durch die Aufnahmestaaten selbst erschaffen wurden, können Ausgleichsforderungen hervorbringen. Gleichzeitig können Gründe, die unabhängig von den Aufnahmestaaten sind, zu vollkommen anderen Ansprüchen und Verpflichtungen führen.

Diese internationale Konferenz hat das Ziel, Juristen und Sozialwissenschaftler, die sich mit (erzwungener) Migration befassen, mit politischen Philosophen zusammenzubringen, die sich für die Ethik sowie die politischen Implikationen der Migration interessieren. Die Tagung konzentriert sich dabei auf fünf Schwerpunktthemen:

  • Was sind die Ursachen und Gründe für Migration in all den Formen, in welchen sie heute in Erscheinung tritt?
  • Was sind plausible Kategorien für die Ursachen/ Gründe und/oder Komplexe, die zur Debatte stehen?
  • Sind Ursachen/Gründe relevant im Hinblick auf die Verpflichtung gegenüber Migranten?
  • Wie lässt sich die Beziehung zwischen der deskriptiven/erklärenden Angemessenheit der Gründe/Ursachen/Komplexe und ihrer normativen Rolle fassen?
  • Wenn es eine Beziehung zwischen der deskriptiven/erklärenden Angemessenheit der Gründe/Ursachen/Komplexe und ihren möglichen normativen Implikationen gibt, sollte die normative Bewertung eher auf die Verpflichtung ausgerichtet sein, Ursachen zu bekämpfen oder darauf, Migranten aufzunehmen und zu unterstützen?

Die Konferenz ist Teil des MERCUR Forschungsprojekts „Ethik der Immigration“, welches von Philosophen und Politikwissenschaftlern der Universität Duisburg-Essen, der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund sowie dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) und der Universitätsallianz Ruhr (UAR) auf den Weg gebracht wurde. Das Projekt soll die normative Diskussion von migrationsbezogenen Themen fördern, indem rechtliche und sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Migration, die Aufnahmefähigkeit von Staaten sowie die Auswirkungen auf das soziale und kulturelle Leben in die philosophische Debatte eingebracht werden.

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Corinna Mieth (Ruhr-Universität Bochum)
Prof. Dr. Andreas Niederberger (Universität Duisburg-Essen)
Prof. Dr. Volker Heins (Kulturwissenschaftliches Institut Essen)
JunProf. Dr. Christian Neuhäuser (Technische Universität Dortmund)

in Kooperation mit Prof. Dr. Galya Ruffer (Center for Forced Migration Studies, Northwestern University, Illinois, USA)

Beginn der Veranstaltung:

18. Februar, 13.00 Uhr - 18:55 Uhr
19. Februar, 09:00 Uhr - 18:00 Uhr
20. Februar, 09:00 Uhr - 13:30 Uhr

Ort:
Tagungsraum II im Mensagebäude der Ruhr-Universität Bochum

ReferentInnen:
Paula Bannerjee (Calcutta Research Group), Tendayi Bloom (Yale University), Jan Brezger (Freie Universität Berlin), Nergis Canefe (York Univesity Toronto), Andreas Cassee (Freie Universität Berlin), Frank Dietrich (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Johanna Gördemann (Universität Duisburg-Essen), Anna Goppel (Universität Bern), Henning Hahn (Universität Kassel / Freie Universität Berlin), Peter Higgins (Eastern Michigan University), Jennifer Hyndman (York University Toronto), Matthias Kettner (Universität Witten-Herdecke), Olaf Kleist (Oxford/Universität Osnabrück), Zachary Lomo (York University Toronto), Andreas Niederberger (Universität Duisburg-Essen), Galya Ruffer (Northwestern University), Dallal Stevens (University of Warwick), Christine Straehle (University of Ottawa), Shelley Wilcox (San Francisco State University)

Nähere Informationen zum Programm finden Sie pdf iconhier.

Teilnahme nach Anmeldung bis zum 15. Februar 2016 bei Martina Tomczak (RUB), martina.tomczak@rub.de.

Die Veranstaltungssprache ist Englisch.

Kontakt:
Miriam Wienhold, Pressereferentin, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI),
Tel. 0201/7204-152, miriam.wienhold@kwi-nrw.de