{"id":12371,"date":"2023-06-21T11:19:30","date_gmt":"2023-06-21T09:19:30","guid":{"rendered":"https:\/\/staging-v2.kulturwissenschaften.de\/?p=12371"},"modified":"2026-01-23T11:01:20","modified_gmt":"2026-01-23T10:01:20","slug":"cfp-netzwerk-das-komische-als-kulturwissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/cfp-netzwerk-das-komische-als-kulturwissenschaft\/","title":{"rendered":"CFP: Netzwerk \u201aDas Komische als Kulturwissenschaft\u2018"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr ein geplantes DFG-Netzwerk, das Komik als eigenst\u00e4ndige kulturelle Praxis begreift, sich unter Ber\u00fccksichtigung des historischen und medialen Wandels mit ihren Formen, Konfigurationen und Verfahren, ihren Wirkungen und Funktionen, ihren Extremen, Grenzen und blinden Flecken auseinandersetzt, werden Projekte aus den Geistes- und Sozialwissenschaften gesucht.<\/p>\n<p>Von Spottgedichten und scherzhaften Drucken \u00fcber Lustspiele und Vaudevilles bis zu Stand-Up-Comedy, witziger Werbung und Memes: Um bei Rezipient*innen zu wirken, muss das Komische auf kulturelles Wissen referieren und konventionalisierte Erwartungen aufrufen, um Letztere entt\u00e4uschen oder konterkarieren zu k\u00f6nnen, bisweilen in spektakul\u00e4rer Art. Einerseits werden damit soziale Konstruktionen und Konflikte sichtbar, bspw. die Ein-\/Ausschl\u00fcsse entlang von Differenzkategorien wie <em>race<\/em>, <em>class<\/em>, <em>gender<\/em> oder <em>disability<\/em>. Indem Komik etwa unerwartet abweichende Kultur- und K\u00f6rpertechniken durchspielt, schickt sie sich andererseits aber auch an, alternative Modelle des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu imaginieren und zu gestalten. Lustige Alltagssituationen und popul\u00e4rkomische Genres er\u00f6ffnen daher wirkm\u00e4chtige Verhandlungsorte kulturellen Wissens. Darin stehen sie den sog. hochkulturellen Produktionen in nichts nach.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten einen transdisziplin\u00e4ren Rahmen etablieren f\u00fcr Wissenschaftler:innen mit kulturwissenschaftlichen Forschungsvorhaben, die weniger auf komiktheoretische Universalismen abzielen, sondern die die historisch-kulturellen Spezifika komischer Ereignisse in den Blick nehmen. Vielf\u00e4ltige Untersuchungsgegenst\u00e4nde, \u00e4sthetische wie epochale Schwerpunkte von der Antike bis zur Gegenwart sowie methodische und theoretische Anliegen sind willkommen. Grundlegendes Ziel des Netzwerks ist es:<\/p>\n<ul>\n<li>das in vielen Fachdisziplinen vernachl\u00e4ssigte Komische als einen strukturell komplexen, \u00e4sthetisch reichhaltigen und gesellschaftlich hochrelevanten Forschungsgegenstand zu verankern,<\/li>\n<li>das besondere kulturanalytische Potenzial des Komischen in seinen verschiedensten Pr\u00e4sentationsformen und -verfahren sowie im Hinblick auf diverse Wissenskontexte zu beleuchten,<\/li>\n<li>etablierte Ans\u00e4tze und aktuelle Forschungsrichtungen im gemeinsamen transdisziplin\u00e4ren Austausch kritisch zu reflektieren, zu nuancieren und zu erweitern, um neue Impulse f\u00fcr eine dezidiert kulturwissenschaftliche Komikforschung zu generieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Netzwerk kann bis zu 20 Mitglieder umfassen (darunter Forschende au\u00dferhalb Deutschlands) und nimmt seine Arbeit nach erfolgreicher Einwerbung f\u00fcr bis zu drei Jahre auf. Als Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch vorgesehen.<\/p>\n<p>Interessierte bitten wir um eine kurze Projektskizze von etwa 1500 Zeichen und um eine biografische Notiz, die ggf. Vorarbeiten benennt. Beides kann, am besten zu einer PDF geb\u00fcndelt, bis zum 15. August 2023 bei <a href=\"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/person\/roxanne-phillips\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Roxanne Phillips<\/a> (<a href=\"mailto:roxanne.phillips@kwi-nrw.de\">roxanne.phillips@kwi-nrw.de<\/a>) eingereicht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr ein geplantes DFG-Netzwerk, das Komik als eigenst\u00e4ndige kulturelle Praxis begreift, sich unter Ber\u00fccksichtigung des historischen und medialen Wandels mit ihren Formen, Konfigurationen und Verfahren, ihren Wirkungen und Funktionen, ihren Extremen, Grenzen und blinden Flecken auseinandersetzt, werden Projekte aus den Geistes- und Sozialwissenschaften gesucht. 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