{"id":12499,"date":"2023-07-05T13:53:39","date_gmt":"2023-07-05T11:53:39","guid":{"rendered":"https:\/\/staging-v2.kulturwissenschaften.de\/?p=12499"},"modified":"2023-07-14T11:25:46","modified_gmt":"2023-07-14T09:25:46","slug":"am-glaesernen-schreibtisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/am-glaesernen-schreibtisch\/","title":{"rendered":"Wissenschaftstracking: Am Gl\u00e4sernen Schreibtisch"},"content":{"rendered":"<p>\u201eStop Tracking Science\u201c \u2013 Dieser Ruf l\u00e4sst sich aus der Wissenschaftscommunity immer h\u00e4ufiger und deutlicher vernehmen. Aus diesem Grund lud Stefan H\u00f6hne, wissenschaftlicher Mitarbeiter am KWI, am 3. Juli 2023 drei Expert*innen ans KWI, um im Rahmen einer <a href=\"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/presse\/am-glaesernen-schreibtisch-ueber-wissenschaftstracker-profiler-und-datenhaendler\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Podiumsdiskussion<\/a> \u00fcber Wissenschaftstracker, Profiler und Datenh\u00e4ndler zu debattieren. \u201eWir sind in eine Lebendfalle f\u00fcr Wissenschaftler gefallen\u201c, konstatierte Podiumsteilnehmerin <a href=\"https:\/\/www.philosophie.tu-darmstadt.de\/institut_phil\/mitarbeiter_innen_phil\/index~1.de.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Petra Gehring<\/a> (TU Darmstadt) direkt zu Beginn. Gehring und ihre Kolleg*innen <a href=\"https:\/\/www.socium.uni-bremen.de\/ueber-das-socium\/mitglieder\/ute-volkmann\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ute Volkmann<\/a> (Uni Bremen) und <a href=\"https:\/\/www.zfl-berlin.org\/people-detail\/friedrich.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alexander Friedrich<\/a> (ZfL Berlin) sehen die Qualit\u00e4t der Forschung durch das gro\u00df angelegte Sammeln von Daten durch die Forschungsverlage gef\u00e4hrdet. Forschungsthemen und Forschungsf\u00f6rderungen w\u00fcrden mehr und mehr durch \u00f6konomische Interessen bestimmt, je nachdem welche Themen bei den Verlagen gerade \u201een vogue\u201c seien und sich gut vermarkten lie\u00dfen. Gehring f\u00fcrchtet als Konsequenz \u201einnovationsarme Mainstreamforschung\u201c und sprach sich im Kampf gegen das Tracking f\u00fcr eine Guerilla-Taktik der \u201eIrritation von unten\u201c aus. Diskussionspartner Alexander Friedrich hingegen pl\u00e4dierte an die einzuhaltende F\u00fcrsorgepflicht der Forschungseinrichtungen selbst, um das entstandene Machtgef\u00e4lle aufzuweichen und Tracking im besten Falle zu unterbinden.<\/p>\n<p>Aus der lebhaften Diskussion mit dem Publikum vor Ort und an den Rechnern daheim (via Zoom) lie\u00df sich erahnen, wie stark die Betroffenheit in der Science Community bei diesem Thema ist. Dystopische Szenarien waren nicht fern, eine Schlussfrage brachte das Dilemma noch einmal auf den Punkt: \u201eWas tun wir, um zu forschen und was, um die Maschine zu f\u00fcttern?\u201c<\/p>\n<p>Die Veranstaltung war eine Kooperation des KWI mit dem <a href=\"https:\/\/jtphil.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jahrbuch Technikphilosophie<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eStop Tracking Science\u201c \u2013 Dieser Ruf l\u00e4sst sich aus der Wissenschaftscommunity immer h\u00e4ufiger und deutlicher vernehmen. 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