{"id":16156,"date":"2024-12-10T10:00:32","date_gmt":"2024-12-10T09:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/staging-v2.kulturwissenschaften.de\/?p=16156"},"modified":"2025-11-12T12:12:53","modified_gmt":"2025-11-12T11:12:53","slug":"postkolonialismus-zur-primetime-die-nachkommen-abrahams-von-gordian-troeller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/postkolonialismus-zur-primetime-die-nachkommen-abrahams-von-gordian-troeller\/","title":{"rendered":"Postkolonialismus zur Primetime: &#8220;Die Nachkommen Abrahams&#8221; von Gordian Troeller"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen der Veranstaltungsreihe <a href=\"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/veranstaltungsformate\/postkolonialismus-zur-primetime\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8220;Postkolonialismus zur Primetime&#8221;<\/a>\u00a0 zeigt das KWI als Begleitprogramm zur\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.museum-folkwang.de\/de\/ausstellung\/deffarge-troeller\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausstellung &#8220;Deffarge und Troeller&#8221; im Museum Folkwang<\/a> zwei Filme des journalistischen Duos und ordnet sie zeithistorisch ein. Nach ihren Anf\u00e4ngen beim Stern produzierten Marie-Claude Deffarge und Gordian Troeller rund 80 Dokumentarfilme, die im \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt und zum Teil kontrovers diskutiert wurden. So auch die Dokumentation &#8220;Die Kinder Abrahams&#8221; (1989) von Gordian Troeller, die Gespr\u00e4che des Regisseurs mit israelischen und pal\u00e4stinensischen Kindern w\u00e4hrend der ersten Intifada zeigt.<\/p>\n<p>In der anschlie\u00dfenden Einordnung durch den Historiker <a href=\"https:\/\/www.geschkult.fu-berlin.de\/e\/fmi\/bereiche\/global_history\/People\/Faculty\/Ofrath-Avner.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Avner Ofrath<\/a> sowie im Gespr\u00e4ch mit <a href=\"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/person\/danilo-scholz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Danilo Scholz<\/a>, ebenfalls Historiker, wurden die blinden Flecken und antisemitischen Tendenzen des Films deutlich. Mit seinem Fokus auf Leid und Unterdr\u00fcckung der pal\u00e4stinensischen Bev\u00f6lkerung entwickelt die Stimme Gordian Troellers eine filmische Narration, die ihren Blick auf die Milit\u00e4rgewalt und den Siedlungsbau Israels richtet, sie mit biblischen Erz\u00e4hlungen vom &#8220;auserw\u00e4hlten Volk&#8221; vermischt und nur ansatzweise andeutet, dass in der israelischen Gesellschaft auch andere Sichtweisen auf den Konflikt existierten. Eine differenzierte Darstellung der israelischen Zivilgesellschaft fehlt ebenso wie der politische Kontext der Zeit oder die Erw\u00e4hnung der Shoah. In den deutschen Medien entspann sich nach der Ausstrahlung eine Kontroverse um die antisemitischen Positionen des Films, in der auch der israelische Botschafter und Vertreter israelischer Gemeinden Stellung bezogen und eine Auff\u00fchrungsverbot forderten.<\/p>\n<p>Von Avner Ofrath ist zum Israel-Pal\u00e4stina Konflikt im Mai 2024 ein Beitrag im Merkur erschienen, der <a href=\"https:\/\/www.merkur-zeitschrift.de\/artikel\/anatomie-der-gewalt-a-mr-78-5-5\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> zu lesen ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Postkolonialismus zur Primetime&#8221;\u00a0 zeigt das KWI als Begleitprogramm zur\u00a0 Ausstellung &#8220;Deffarge und Troeller&#8221; im Museum Folkwang zwei Filme des journalistischen Duos und ordnet sie zeithistorisch ein. 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