{"id":2700,"date":"2019-06-18T11:35:32","date_gmt":"2019-06-18T09:35:32","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturwissenschaften.de\/?p=2700"},"modified":"2020-09-02T10:16:08","modified_gmt":"2020-09-02T08:16:08","slug":"kwi-on-tour-jo-reichertz-und-gerd-moell-bei-der-17-international-conference-on-gambling-risk-taking-in-las-vegas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/kwi-on-tour-jo-reichertz-und-gerd-moell-bei-der-17-international-conference-on-gambling-risk-taking-in-las-vegas\/","title":{"rendered":"KWI on Tour: Jo Reichertz und Gerd M\u00f6ll bei der \u201e17. International Conference on Gambling &#038; Risk Taking\u201c in Las Vegas"},"content":{"rendered":"<p>Las Vegas, die W\u00fcstenstadt im US-Bundesstaat Nevada, gilt als Hochburg des kommerziellen Gl\u00fccksspiels. Deshalb ist es auch kein Zufall, wenn ausgerechnet dort alle drei Jahre die weltgr\u00f6\u00dfte wissenschaftliche Konferenz zu Fragen des Gl\u00fccksspiels stattfindet. In diesem Jahr trafen sich zwischen dem 27. und 30. Mai mehr als 550 Teilnehmende aus aller Welt in den R\u00e4umlichkeiten des Kasinos Caesars Palace, um aktuelle Forschungsergebnisse vorzustellen und zu diskutieren.<\/p>\n<p>Laut Steve Wynn, einem der Hotelk\u00f6nige der Stadt, besteht die einzige Chance, mit Gl\u00fccksspiel Geld zu verdienen, darin, ein Kasino zu besitzen. Wenn es also nicht ums Geldverdienen geht, stellt sich die Frage, was die Menschen denn dann zum Gl\u00fccksspiel treibt. In ihrem Vortrag haben <a href=\"https:\/\/kulturwissenschaften.de\/person\/prof-em-dr-jo-reichertz\/\">Jo Reichertz<\/a> und <a href=\"https:\/\/kulturwissenschaften.de\/person\/dr-gerd-moell\/\">Gerd M\u00f6ll<\/a> versucht, auf diese Frage eine Antwort zu formulieren, die sich kritisch mit dem dominanten Diskurs zur Gl\u00fccksspielsucht auseinandersetzt. Ihre These lautete, dass es der gro\u00dfen Mehrzahl der Spielenden vor allem um die Bew\u00e4hrung in einer riskanten Situation geht, wohingegen der herrschende wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskurs in erster Linie auf die s\u00fcchtigen und pathologischen Spielenden fokussiert ist. Eine weiterf\u00fchrende These besagte, dass es aber gerade diese Betonung von Gl\u00fccksspielsucht und ihrer Bek\u00e4mpfung ist, die von bestimmten gesellschaftlichen Akteuren genutzt werden kann, um unter dem Banner der Suchtbek\u00e4mpfung ihre eigenen Interessen zu verfolgen. So werden bestimmte Strategien der Stadtgestaltung, der Verteidigung des staatlichen Gl\u00fccksspielmonopols und der Bestrebungen zur sozialen Kontrolle aller Spielenden bevorzugt mit dem vermeintlichen Ziel der Suchtbek\u00e4mpfung legitimiert. Diese Thesen stie\u00dfen auf gro\u00dfes Interesse und Zustimmung, gaben aber auch Anlass zu kontrovers gef\u00fchrten Diskussionen.<\/p>\n<p>(Text: Gerd M\u00f6ll)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Las Vegas, die W\u00fcstenstadt im US-Bundesstaat Nevada, gilt als Hochburg des kommerziellen Gl\u00fccksspiels. Deshalb ist es auch kein Zufall, wenn ausgerechnet dort alle drei Jahre die weltgr\u00f6\u00dfte wissenschaftliche Konferenz zu Fragen des Gl\u00fccksspiels stattfindet. In diesem Jahr trafen sich zwischen dem 27. und 30. 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