{"id":12785,"date":"2023-09-04T11:16:39","date_gmt":"2023-09-04T09:16:39","guid":{"rendered":"https:\/\/staging-v2.kulturwissenschaften.de\/?post_type=veranstaltung&#038;p=12785"},"modified":"2024-01-09T09:06:37","modified_gmt":"2024-01-09T08:06:37","slug":"autosoziobiografie-und-film","status":"publish","type":"veranstaltung","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/veranstaltung\/autosoziobiografie-und-film\/","title":{"rendered":"Autosoziobiographie und Film"},"content":{"rendered":"<p>Seit dem Erfolg von Didier Eribons \u201eR\u00fcckkehr nach Reims\u201c und dem Literaturnobelpreis f\u00fcr Annie Ernaux haben Autosoziobiographien auf dem Buchmarkt Konjunktur. Wie aber sieht es im Bereich des Films aus? Der Vortrag stellt autosoziobiographische Erz\u00e4hlweisen im zeitgen\u00f6ssischen Essayfilm vor, Erz\u00e4hlweisen also, die das Pers\u00f6nliche mit dem Politischen und Gesellschaftlichen verbinden und Fragen von Klasse und Herkunft thematisieren. Auff\u00e4llig ist, wie konsequent dabei ein althergebrachtes, oft diskreditiertes filmisches Verfahren zum Einsatz gebracht wird: die Voiceover-Erz\u00e4hlung. Entsprechend perspektiviert der Vortrag filmische Autosoziobiographien als Erz\u00e4hlungen, die sich zwischen Stimme und Bild entfalten, und fragt nach Poetik und Politik des Voiceovers in filmischen Autosoziobiographien.<\/p>\n<p><strong>Elena Meilicke<\/strong> ist Medien- und Kulturwissenschaftlerin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin f\u00fcr Medientheorie an der Universit\u00e4t der K\u00fcnste Berlin. Promotion zu Paranoia als Medienpathologie (\u201eParanoia und technisches Bild\u201c, Berlin: de Gruyter 2021), weitere Arbeitsschwerpunkte sind Medien und Gender; zeitgen\u00f6ssische Film- und Serien\u00e4sthetik; Geschichte, Theorie und Praxis der Filmkritik; sowie Formen des Dokumentarischen. Aktuell arbeitet sie an einer Monographie zur Wissens-, Medien- und Kulturgeschichte der Resilienz. Au\u00dferdem ist sie Teil eines k\u00fcnstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprojekts zu filmischen Autosoziobiographien, das an der Filmakademie Wien angesiedelt ist. Elena Meilicke schreibt regelm\u00e4\u00dfig zu Film- und Medienthemen f\u00fcr Zeitschriften wie \u201eCargo\u201c, \u201eTexte zur Kunst\u201c und \u201eMerkur\u201c und wurde mit dem Siegfried-Kracauer-Preis f\u00fcr Filmkritik ausgezeichnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcber die Cine Science Reihe &#8220;Darf&#8217;s ein bisschen mehr sein?&#8221;<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Wintersemester 2023\/24 wird sich die Reihe aus ganz unterschiedlichen Blickrichtungen dem KWI-Jahresthema \u201eMehr oder Weniger\u201c n\u00e4hern und dabei den Rahmen denkbar weit spannen. Eine Herangehensweise ergibt sich aus der schieren Quantit\u00e4t. Denn wenn es ein Ph\u00e4nomen gibt, das seit zwanzig Jahren die Kino- und Serienlandschaft dominiert, dann sind es die wuchernden Franchises, Spin-offs, Sequels und Prequels, die Zuschauer binden sollen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber auch ein thematischer Zugriff kommt in der Reihe zu seinem Recht, etwa wenn Filme sich mit der Schere zwischen Reichtum und Armut, Ausbeutungsstrukturen oder neuen und alten Formen von Prekarit\u00e4t auseinandersetzen. So schl\u00e4gt sich das aus der Literatur bekannte Genre der Autosoziobiographie zunehmend auch auf der Leinwand nieder. Schlie\u00dflich werden uns formale und formsprengende Probleme umtreiben: F\u00fcr wieviel Wirklichkeit war eigentlich im sozialistischen Realismus der DDR-Filmkunst Platz? Dieser und anderen Fragen geht CineScience im kommenden Herbst und Winter unter dem Titel \u201eDarf\u2019s ein bisschen mehr sein?\u201c auf den Grund.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"featured_media":13302,"template":"","event_category":[90,646],"class_list":["post-12785","veranstaltung","type-veranstaltung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","event_category-cinescience","event_category-more-or-less"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung\/12785","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/veranstaltung"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13302"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12785"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/event_category?post=12785"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}