{"id":12813,"date":"2023-09-11T10:57:51","date_gmt":"2023-09-11T08:57:51","guid":{"rendered":"https:\/\/staging-v2.kulturwissenschaften.de\/?post_type=veranstaltung&#038;p=12813"},"modified":"2025-11-12T10:01:26","modified_gmt":"2025-11-12T09:01:26","slug":"auftakttreffen-netzwerk-das-komische-als-kulturwissenschaft","status":"publish","type":"veranstaltung","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/veranstaltung\/auftakttreffen-netzwerk-das-komische-als-kulturwissenschaft\/","title":{"rendered":"Auftakttreffen: Netzwerk \u201eDas Komische als Kulturwissenschaft\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Komik ist eine allgegenw\u00e4rtige Praxis, die uns in zahlreichen Formen begegnet \u2013 etwa in Spottgedichten und scherzhaften Drucken, in Lustspielen und Vaudevilles, im fr\u00fchen Slapstickfilm, in der Stand-Up-Comedy, in witziger Werbung oder auch in Memes. Indem die Genres des Komischen auf geteiltes kulturelles Wissen referieren, erf\u00fcllen sie \u2013 eingebettet in ihren jeweiligen historischen Zeitraum \u2013 vielf\u00e4ltige Funktionen. So k\u00f6nnen sie soziale Konstruktionen und Konflikte sichtbar machen, Missmut sch\u00fcren oder peinliche Gef\u00fchle evozieren, aber durchaus auch Spannungen l\u00f6sen. Zudem sind sie in der Lage, alternative Modelle des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu imaginieren und zu gestalten, etwa indem Kultur- und K\u00f6rpertechniken in unerwarteter Weise irritiert, durchkreuzt oder neu konfiguriert werden. Lustige Alltagssituationen und popul\u00e4rkomische Genres gleicherma\u00dfen er\u00f6ffnen damit wirkm\u00e4chtige Verhandlungsorte kulturellen Wissens. Darin stehen sie den Artefakten der sog. Hochkultur zwar in nichts nach \u2013 sie sind aber deutlich seltener Gegenst\u00e4nde von geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung.<\/p>\n<p>Inwiefern sie strukturell komplexe, \u00e4sthetisch reichhaltige und gesellschaftlich bedeutsame Studienobjekte darstellen, m\u00f6chte deshalb das transdisziplin\u00e4re Netzwerk \u201eDas Komische als Kulturwissenschaft\u201c erarbeiten. In den kommenden Jahren ergr\u00fcnden die Mitglieder gemeinsam als Gruppe, in vielf\u00e4ltigen Einzelprojekten sowie im Austausch mit internationalen Forschenden die Formen und Verfahren, Wirkungen und Funktionen, Extreme, Grenzen und blinden Flecken des Komischen. Dabei sollen bisherige Ans\u00e4tze der Komikforschung kritisch reflektiert und erweitert werden, um das besondere kulturanalytische Potenzial komischer Artefakte unter Ber\u00fccksichtigung des historischen und medialen Wandels zu beleuchten.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","event_category":[722],"class_list":["post-12813","veranstaltung","type-veranstaltung","status-publish","hentry","event_category-aesthetische-praktiken"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung\/12813","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/veranstaltung"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12813"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/event_category?post=12813"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}