{"id":15210,"date":"2024-08-20T10:06:46","date_gmt":"2024-08-20T08:06:46","guid":{"rendered":"https:\/\/staging-v2.kulturwissenschaften.de\/?post_type=veranstaltung&#038;p=15210"},"modified":"2025-01-13T13:49:06","modified_gmt":"2025-01-13T12:49:06","slug":"weihnachtsfilme","status":"publish","type":"veranstaltung","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/veranstaltung\/weihnachtsfilme\/","title":{"rendered":"Guilty Christmas Pleasures: Weihnachtsfilme"},"content":{"rendered":"<p>Weihnachtsfilme haben keinen besonders guten Ruf. Doch auch wenn ihnen Kitschigkeit und vorhersehbare Plots nachgesagt werden (nicht immer zu Recht, aber eben auch nicht immer zu Unrecht), sind Weihnachtsfilme f\u00fcr viele ein fester Bestandteil des Festes. Mehr noch, Vorstellungen vom \u201erichtigen Weihnachten\u201c mit Schnee, Tannenb\u00e4umen, roter und goldener Dekoration erweisen sich als ganz wesentlich vom Kino gepr\u00e4gt. Grund genug, den Weihnachtsfilm einmal etwas genauer zu betrachten. Anhand von ausgew\u00e4hlten Filmbeispielen soll gezeigt werden, dass Weihnachtsfilme <em>guilty pleasure<\/em>, zugleich aber auch kulturelle Schwergewichte sein k\u00f6nnen. Sie erz\u00e4hlen von Krisen, W\u00fcnschen und Wundern oder inszenieren und reflektieren Paarbildungsprozesse und Familienformen. Was einen Weihnachtsfilm zum Weihnachtsfilm macht, in welchen Genres er sich realisieren kann und ob Love Actually eigentlich gut gealtert ist\u00a0\u2013 wir sprechen dar\u00fcber!<\/p>\n<p><strong>PD Dr. Irmtraud Hnilica<\/strong> ist akademische R\u00e4tin am Institut f\u00fcr Neuere deutsche Literatur- und Medienwissenschaft der FernUniversit\u00e4t in Hagen. Seit 2021 besch\u00e4ftigt sie sich neben ihrem literaturwissenschaftlichem Schwerpunkt auch mit Weihnachtsfilmen. Bereits erschienen sind zwei gemeinsam mit Andrea Geier und Irina Gradinari bei transcript herausgegebene B\u00e4nde <a href=\"https:\/\/www.transcript-verlag.de\/978-3-8376-6424-9\/weihnachtsfilme-lesen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Weihnachtsfilme lesen. Familienordnungen, Geschlechternormen und Liebeskonzepte im Genre<\/em><\/a> (2023) sowie <a href=\"https:\/\/www.transcript-verlag.de\/978-3-8376-6917-6\/weihnachtsfilme-lesen-ii\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Weihnachtsfilme lesen II. Von Krisengeschichten und Wunschszenarien<\/em><\/a> (2024).<\/p>\n<p><strong>\u00dcber die CineScience-Reihe \u201eSchund und Verg\u00fcgen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Schon in den Jahren seiner Entstehung hatte das Kino als Kunstform keinerlei Ber\u00fchrungs\u00e4ngste mit unbeschwerter Unterhaltung. Die ersten Filmvorf\u00fchrungen fanden auf Jahrm\u00e4rkten stand \u2013 da durfte es schon mal klamaukig, deftig oder schl\u00fcpfrig zugehen. Daher war es kein Zufall, sondern nur historisch folgerichtig, dass auch das gefl\u00fcgelte Wort von den <em>Guilty Pleasures<\/em>, denen sich das KWI im Rahmen seines Jahresthemas 2024\/25 verschrieben hat, dem Universum der Lichtspielh\u00e4user entstammt. In der Zeitschrift <em>Film Comment<\/em> bekannten sich Autoren, Kritiker und Regisseure in der gleichnamigen Rubrik stolz zu Streifen, \u00fcber die andere gern die Nase r\u00fcmpften. Die Reihe <em>CineScience: Schund und Vergn\u00fcgen <\/em>will dem in nichts nachstehen und l\u00e4utet das Ende der Scham ein. So kommen Fans der Winnetou-Verfilmungen bei uns genauso zu ihrem Recht wie jene, die jedes Jahr aufs Neue den immer gleichen Weihnachtsfilmen entgegenfiebern oder vom Slapstick eines Louis de Fun\u00e8s nicht genug kriegen k\u00f6nnen. Nichts ist peinlich, und wenn M\u00e4nner auf der Leinwand in Tr\u00e4nen ausbrechen, ist das f\u00fcr uns nur ein Grund mehr, genauer hinzusehen. Denn ist der schn\u00f6de Hochkulturanspruch erst einmal revidiert, sitzt es sich im Kino endlich wieder ungeniert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","event_category":[90,670],"class_list":["post-15210","veranstaltung","type-veranstaltung","status-publish","hentry","event_category-cinescience","event_category-guilty-pleasures"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung\/15210","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/veranstaltung"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15210"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/event_category?post=15210"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}