{"id":15991,"date":"2024-11-18T10:05:37","date_gmt":"2024-11-18T09:05:37","guid":{"rendered":"https:\/\/staging-v2.kulturwissenschaften.de\/?post_type=veranstaltung&#038;p=15991"},"modified":"2025-04-09T15:44:00","modified_gmt":"2025-04-09T13:44:00","slug":"buchvorstellung-ich-sagen-genealogie-der-situiertheit","status":"publish","type":"veranstaltung","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/veranstaltung\/buchvorstellung-ich-sagen-genealogie-der-situiertheit\/","title":{"rendered":"Buchvorstellung: Ich-Sagen. Genealogie der Situiertheit"},"content":{"rendered":"<p>Florian Sprenger pr\u00e4sentiert sein neues Buch <a href=\"https:\/\/www.matthes-seitz-berlin.de\/buch\/ich-sagen.html?lid=3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Ich-Sagen. Genealogie der Situiertheit<\/em><\/a> (August Verlag 2025).<\/p>\n<p>Eine Position einnehmen, den eigenen Standpunkt benennen und das Motiv des Sprechens in dieses Sprechen einflie\u00dfen zu lassen, in der Wissenschaft war das lange verp\u00f6nt. Doch in den letzten Jahrzehnten ist es zu einem elementaren Sprechakt geworden. Warum versp\u00fcren wir zunehmend das Bed\u00fcrfnis, unsere Aussagen auf unseren Platz in der Gesellschaft zu beziehen? Ist es nicht irrelevant, von wo aus ich spreche und wer ich bin, weil allein z\u00e4hlt, was ich sage? Oder beeinflusst der Ort, von dem aus ich spreche, doch mit, was ich sagen oder nicht sagen kann? Diese gegenw\u00e4rtig hitzig diskutierten Fragen verweisen auf das, was seit den sp\u00e4ten 1980er Jahren Situiertheit genannt wird: die Annahme, dass Wissen parteiisch ist, dass das, was jemand sagt, von Voraussetzungen und Bedingungen, von Privilegien, blinden Flecken oder Diskriminierungen seiner oder ihrer Position abh\u00e4ngt, weil das, was wir tun, wissen oder denken, stets in unsere Situation eingebettet ist.<\/p>\n<p>In <em>Ich-Sagen<\/em> skizziert der Medienwissenschaftler Florian Sprenger die Begriffs- und Wissensgeschichte dieser Annahme: Um zu verstehen, wie Praktiken und Sprechakte des Situierens eine derartige Aufladung erfahren konnten, reicht es nicht, in der Gegenwart zu bleiben und die oft ungenaue Debatte um Identit\u00e4tspolitik aufzuschl\u00fcsseln. Vielmehr ist es n\u00f6tig, \u00fcber die aktuellen Verwendungen des Begriffs der Situiertheit hinaus einen weiten Bogen zu spannen und seiner verwinkelten Geschichte durch Kritische Theorie, Ph\u00e4nomenologie und feministische Erkenntnistheorie zu folgen.<\/p>\n<p>Im Anschluss an seinen Vortrag diskutiert Sprenger mit Gastgeber Morten Paul Konjunkturen des \u201eIchs\u201c im wissenschaftlichen Sprechen und Schreiben. Sie fragen danach, wie sich \u00fcberhaupt ein Buch \u00fcber das Ich-Sagen schreiben l\u00e4sst, das die Aufforderung zur Situierung ernst nimmt und zugleich kritisch befragt.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":15992,"template":"","event_category":[257],"class_list":["post-15991","veranstaltung","type-veranstaltung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","event_category-lesung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung\/15991","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/veranstaltung"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15992"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15991"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/event_category?post=15991"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}