{"id":19353,"date":"2026-02-04T09:50:56","date_gmt":"2026-02-04T08:50:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/?post_type=veranstaltung&#038;p=19353"},"modified":"2026-04-15T13:00:47","modified_gmt":"2026-04-15T11:00:47","slug":"reaktionsmaschine","status":"publish","type":"veranstaltung","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/veranstaltung\/reaktionsmaschine\/","title":{"rendered":"Reaktionsmaschine. Grenzmarkierungen, \u00dcberschreitungen und Lagerbildung in sozialen Medien"},"content":{"rendered":"<p>Eine Reaktionsmaschine produziert Falschnachrichten, sch\u00fcrt Hass und bringt Menschen dazu, einander \u00f6ffentlich anzugreifen und zu beleidigen. Un\u00fcbersehbar haben sich soziale Medien bis in die hintersten Ecken unseres Lebens ausgebreitet und suggerieren dem Einzelnen eine unmittelbare Handlungsmacht, die sich als tr\u00fcgerisch erweist. Sie strukturieren Informationsfl\u00fcsse, ordnen Aufmerksamkeit und tragen zur Ausbildung einer hochreaktiven \u00d6ffentlichkeit bei. Anl\u00e4sslich der Publikation seines neuen Buches <em>Reaktionsmaschine. Tribunale sozialer Medien <\/em>diskutieren Rupert Gaderer und Hanna Engelmeier anhand von literarischen Texten, Theaterarbeiten und essayistischen Interventionen, aber auch an Gerichtsprozessen, Ratgebern und Shitstorm-Simulationen, wie digitale Konflikte \u00e4sthetisch reflektiert, reproduziert oder kritisiert werden: in Beobachtungsprotokollen an der Grenze zur Paranoia, in Angriffen und Gegenangriffen von Hatern und Trollen, in poetischen Formen digitaler Beleidigung, in Hassreden auf der B\u00fchne und in Analysen rechter Ideologien. Diese Streitwelten pr\u00e4gen politische Wahrnehmungen, \u00f6ffentliche Debatten und demokratische Aushandlungsprozesse. Sie sind zum Krisensymptom unserer Zeit geworden \u2013 und bilden den Ausgangspunkt dieser pr\u00e4zisen Zeitdiagnose.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Reaktionsmaschine. Tribunale sozialer Medien <\/em>erscheint im Juni 2026 im Verlag Matthes und Seitz Berlin.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":19668,"template":"","event_category":[723],"class_list":["post-19353","veranstaltung","type-veranstaltung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","event_category-rote-linien-red-lines"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung\/19353","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/veranstaltung"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19668"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19353"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/event_category?post=19353"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}