{"id":19786,"date":"2026-04-20T10:32:53","date_gmt":"2026-04-20T08:32:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/?post_type=veranstaltung&#038;p=19786"},"modified":"2026-04-20T10:33:44","modified_gmt":"2026-04-20T08:33:44","slug":"das-wars","status":"publish","type":"veranstaltung","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/veranstaltung\/das-wars\/","title":{"rendered":"Das war&#8217;s? Schwellenangst und Schwellenkunst am akademischen Karriereende"},"content":{"rendered":"<p><em>\u00dcber die Konferenz &#8220;Aufh\u00f6ren. K\u00f6nnen&#8221; (10.06.2026 &#8211; 12.06.2026)<\/em><\/p>\n<p>Zum Auftakt des ifk Schwerpunkts <em>Vor den letzten Dingen<\/em> widmet sich die Konferenz den Schwierigkeiten und Freuden des Aufh\u00f6rens. Hans Magnus Enzensberger hoffte 1989 auf mehr gesellschaftliche Anerkennung fu\u0308r \u00bbHelden des Ru\u0308ckzugs\u00ab, die er etwa in Michail Gorbatschow verk\u00f6rpert sah. Das derzeitige politische Personal kultiviert hingegen oftmals \u2013 nicht nur geschlechterpolitisch problematisch \u2013 m\u00e4nnlichen Dezisionismus und Aussitzen statt aufrechten Abgang. Auch in anderen machtimpr\u00e4gnierten Bereichen f\u00e4llt das Aufh\u00f6ren schwer: So etwa das Beenden einer kohlenstoffbasierten, extraktiven Form der Energiegewinnung und des Wirtschaftens. Es fehlt zwar nicht an wissenschaftlichen Nachweisen dafu\u0308r, dass, wenn man einfach weitermacht, viele Systeme kollabieren werden, Ru\u0308ckzug, gew\u00e4hlte Abstinenz oder Verzicht, um dem Zusammenbruch zu entgehen, erweisen sich aber vielerorts als unpopul\u00e4r. Es scheint daher an der Zeit, sich eingehender mit der Kultivierung von Praktiken des Beendens im Kapitaloz\u00e4n zu befassen; mit ihrer Geschichte, mit ihren Wissensvoraussetzungen, ihren Selbsttechniken oder mit den Interdependenzen zwischen Theorieproduktion, Systemen und Praktiken. Wie sehen solche Praktiken, im Gro\u00dfen und im Kleinen, aus? Was geh\u00f6rt dazu und was braucht es, um sie zu lernen und einzuu\u0308ben \u2013 und umgekehrt andere zu verlernen? Und nicht zuletzt ist Aufh\u00f6ren nicht nur eine Zivilisationstechnik, sondern mitunter auch eine Kunst.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","event_category":[44],"class_list":["post-19786","veranstaltung","type-veranstaltung","status-publish","hentry","event_category-kwi-on-tour"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung\/19786","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/veranstaltung"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19786"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/event_category?post=19786"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}