{"id":2889,"date":"2019-07-08T13:39:32","date_gmt":"2019-07-08T11:39:32","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturwissenschaften.de\/?post_type=veranstaltung&#038;p=2889"},"modified":"2019-07-09T10:27:27","modified_gmt":"2019-07-09T08:27:27","slug":"workshop-neue-perspektiven-der-fotobuchforschung","status":"publish","type":"veranstaltung","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/veranstaltung\/workshop-neue-perspektiven-der-fotobuchforschung\/","title":{"rendered":"Workshop: Neue Perspektiven der Fotobuchforschung"},"content":{"rendered":"<p>Geschlossene Veranstaltung!<\/p>\n<p>Bereits mit 900 Euro l\u00e4sst sich in Deutschland ein 50-seitiger DIN A5 Bildband in guter Papierqualit\u00e4t mit einer Auflage von 500 Exemplaren drucken. Digitale und globale Produktionsmechanismen k\u00f6nnen aus jedem Fotografen einen Verleger werden lassen. Das Fotobuch ist das einzige Printprodukt weltweit, das beachtliche Wachstumsmargen verzeichnet, bl\u00fcht und gedeiht. Diese Form der Selbsterm\u00e4chtigung ist derzeit einzigartig in der Kunstwelt und l\u00e4sst den Fotografen \u2013 und nicht den Kurator oder den Kritiker \u2013 wieder zum <em>auteur<\/em> seines Werkes werden.<\/p>\n<p>Mit dieser Entwicklung konnte die Fototheorie \u2013 sieht man von wenigen Ausnahmen ab \u2013 jenseits historischer, motivischer und nationaler Klammern \u2013 bislang nicht wirklich Schritt halten. Diesem Desiderat m\u00f6chte sich der Workshop annehmen. Als These wird vorausgesetzt, dass durch die Arbeit mit und durch das Medium Buch neue Probleml\u00f6sungen und Darstellungsformen evoziert werden. Es scheint als Medium autarker zu sein und externen Aneignungen gegen\u00fcber weniger anf\u00e4llig als der fotografische Abzug, weshalb das Fotobuch als intermediales Objekt mit eigener Agency im Vordergrund stehen wird.<\/p>\n<p>M\u00f6gliche methodische Fokussierungen bestehen bspw. in der epistemologischen Analyse von Research-based Photobooks (Mathieu Asselin; Laia Abril), der komparatistischen Kritik an Fotob\u00fcchern, die dezidiert einen postdokumentarischen oder archivalischen Ansatz vertreten, aber auch der intermedialen Analyse von Digitalit\u00e4t im Fotobuch und der Grenzerweiterungen Richtung web-based book etc. Ferner finden wir Fragen nach dem Verh\u00e4ltnis von Image object (Bildobjekt) und physical image (Bildtr\u00e4ger) im Buchkontext ebenso spannend wie eine interkulturelle Perspektive und Fragen der Repr\u00e4sentation. Rezeptions\u00e4sthetische Ans\u00e4tze einer Didaktik sind ebenso willkommen wie material\u00e4sthetische Fragen.<\/p>\n<p>Der Workshop versteht sich nicht als Rahmen zur Pr\u00e4sentation fertiger Ergebnisse, sondern als methodisch reflektierte Einladung zu einem Gespr\u00e4ch, sowie der Auslotung weiterer Kooperationen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Programm<br \/>\n<\/strong>13.00: Ankommen und Begr\u00fc\u00dfung<\/p>\n<p>13.30: Anja Sch\u00fcrmann: Framing Devices: Perspektiven im Fotobuch<\/p>\n<p>14.00: Bettina Lockemann: Das Fotobuch als Handlungsraum. Performative<br \/>\nDimensionen und Zeitlichkeit im Fotobuch<\/p>\n<p>14.30: Birgit Mersmann: Kokreation und Kollaboration. Neue Zug\u00e4nge zur<br \/>\ndokumentarischen Fotobuchforschung<\/p>\n<p>15.00: Steffen Siegel: Beyond the Codex, oder: Was ist (k)ein Fotobuch<br \/>\n(mehr)?<\/p>\n<p>15.30: Elisabeth Neud\u00f6rfl: Ich will gar keine Geschichte erz\u00e4hlen.<br \/>\nNichterz\u00e4hlerische Praktiken im Fotobuch<\/p>\n<p>16.00: Pause<\/p>\n<p>16.30: Burcu Dogramaci: Fotoratgeber und Fotogeschichtsb\u00fccher im Verlag<br \/>\nfocal Press<\/p>\n<p>17.00: Sophie Junge: Nan Goldins Ballade der sexuellen Abh\u00e4ngigkeit<\/p>\n<p>17.30: Sophia Greiff: Edmund Clark, Negative Publicity (2011\u20132015)<\/p>\n<p>18.00: Alexa F\u00e4rber: Urbaner Aktivismus: Untersuchungen zur Wirkmacht des<br \/>\nGef\u00fcges Stadt-Foto-Buch<\/p>\n<p>18.30: Thomas Seelig: Jeff Weber, An Attempt at a Personal Epistemology<br \/>\n(2018)<\/p>\n<p>19.00: Zusammenfassung &amp; Ausblick<\/p>\n<p>20.00: Gemeinsames Abendessen: Zweibar, R\u00fcttenscheider Str. 63, 45130 Essen<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","event_category":[],"class_list":["post-2889","veranstaltung","type-veranstaltung","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung\/2889","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/veranstaltung"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2889"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/event_category?post=2889"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}