{"id":4727,"date":"2020-03-18T12:55:34","date_gmt":"2020-03-18T11:55:34","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturwissenschaften.de\/?post_type=veranstaltung&#038;p=4727"},"modified":"2020-11-11T09:39:30","modified_gmt":"2020-11-11T08:39:30","slug":"zirkulation-und-zensur","status":"publish","type":"veranstaltung","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/veranstaltung\/zirkulation-und-zensur\/","title":{"rendered":"Zirkulation und Zensur &#8211; Was uns der literarische Untergrund des 18. Jahrhunderts \u00fcber die sozialmedialen Kommunikationsdynamiken der Gegenwart lehrt"},"content":{"rendered":"<p><strong>DIESER VORTRAG FINDET VIA ZOOM STATT. ZUGANGSDATEN WERDEN NACH ANMELDUNG AN <a href=\"mailto:maria.klauwer@kwi-nrw.de\">MARIA.KLAUWER@KWI-NRW.DE<\/a> VERSANDT. Der Vortrag wird aufgezeichnet. Mit der Anmeldung geben Teilnehmende ihr Einverst\u00e4ndnis zur Aufzeichnung und Ver\u00f6ffentlichung ab.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Vortrag war urspr\u00fcnglich f\u00fcr den 19.05. geplant.<\/strong><\/p>\n<p>Weil die Exponenten des literarischen Untergrunds in Frankreich von den repr\u00e4sentativen Orten, an denen sich die Gelehrten und <em>les philosophes<\/em> artikulierten (privilegierte B\u00fccher, Salons, Akademien) ausgeschlossen waren, kultivierten sie den grenzenlosen Hass auf die offizielle Kultur und schm\u00e4hten s\u00e4mtliche ihrer Institutionen \u201emit einer Unfl\u00e4tigkeit\u201c, so Robert Darnton, \u201edie man sich heute kaum vorstellen kann\u201c. Der Vortrag nimmt diese Beobachtung zum Anlass, um die medienhistorische Differenz zur digitalen Plattformkultur der Gegenwart auszulosten, denn 1982, als Darnton seine <em>Literaten im Untergrund<\/em> ver\u00f6ffentlichte, existierten weder das Internet, wie wir es heute kennen, noch auch die sozialen Netzwerke, die der Schm\u00e4hrede und den Techniken der Verunglimpfung eine neue, ungeahnte Zukunft bescheren. Im Zentrum des Vortrags steht dabei die vergleichende Betrachtung von Ma\u00dfnahmen, mit denen der literarische Verkehr damals und heute eingeschr\u00e4nkt, reguliert oder \u201amoderiert\u2019 wird und der literarische Diskurs zu einer Angelegenheit polizeif\u00f6rmiger Aufmerksamkeit wird, der er sich zugleich zu entziehen versucht.<\/p>\n<p><strong>Friedrich Balke<\/strong><em>, <\/em>Professor f\u00fcr Medienwissenschaft unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Theorie, Geschichte und \u00c4sthetik bilddokumentarischer Formen an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum und Sprecher des DFG-Graduiertenkollegs \u201eDas Dokumentarische. Exzess und Entzug\u201c; Fellowships u.a. an der Columbia University, NY, der Northwestern University, Chicago sowie am IKKM in Weimar, der Kolleg-Forschergruppe \u201eBildEvidenz\u201c, Berlin, dem Exzellenzcluster \u201eKulturelle Grundlagen von Integration\u201c, Konstanz. Zu seinen Forschungsschwerpunkte z\u00e4hlen: Grenzgebiete zwischen politischer Theorie, Literatur und Medien; Medien und Mimesis; Theorie und Geschichte des Dokumentarischen. J\u00fcngste <em>Buchver\u00f6ffentlichungen: Medienphilologie. Konturen eines Paradigmas<\/em> (hrsg. zus. m. Rupert Gaderer, 2017), <em>Mimesis und Figura. Mit einer Neuausgabe des \u201eFigura\u201c-Aufsatzes von Erich Auerbach<\/em> (zus. mit Hanna Engelmeier, 2018, 2. Aufl.) sowie <em>Mimesis zur Einf\u00fchrung<\/em> (2018). In Vorbereitung befindet sich eine Kultur- und Mediengeschichte der Zensur.<\/p>\n<p><strong>INFOS ZUR REIHE \u201eCARTE BLANCHE. FORSCHUNG AUS DER NACHBARSCHAFT\u201c:<\/strong><br \/>\nEine gute Gelegenheit, um mehr dar\u00fcber zu erfahren, was Kolleg*innen in den Kulturwissenschaften unserer Partner-Universit\u00e4ten in der UA Ruhr erforschen. Einblicke in die Konsumgeschichte, Zukunfts-Diagnostik, Gender Studies und die Medienwissenschaft.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":5200,"template":"","event_category":[373],"class_list":["post-4727","veranstaltung","type-veranstaltung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","event_category-carte-blanche"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung\/4727","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/veranstaltung"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4727"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/event_category?post=4727"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}