{"id":5566,"date":"2020-08-05T12:17:47","date_gmt":"2020-08-05T10:17:47","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturwissenschaften.de\/?post_type=veranstaltung&#038;p=5566"},"modified":"2020-11-11T11:43:42","modified_gmt":"2020-11-11T10:43:42","slug":"das-phaenomen-pferdemaedchen","status":"publish","type":"veranstaltung","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/veranstaltung\/das-phaenomen-pferdemaedchen\/","title":{"rendered":"Das Ph\u00e4nomen \u201ePferdem\u00e4dchen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>EINE TEILNAHME IST NUR VIA ZOOM UND NACH ANMELDUNG M\u00d6GLICH. MIT DER ANMELDUNG GEBEN TEILNEHMER*INNEN IHR EINVERST\u00c4NDNIS ZUR AUFZEICHNUNG UND VER\u00d6FFENTLICHUNG DES LIVE-STREAMS.<\/strong><\/p>\n<p>Pferdem\u00e4dchen sind bis heute vor allem Teil einer abgewerteten Popul\u00e4r- und Konsumkultur und werden nicht als eigene Jugendsubkultur wahrgenommen. Es ist jedoch ein Trend zu erkennen, der einen neuen Blick auf diese Form der oft klischeehaft gedeuteten Mensch-Tier-Beziehung wirft. Pferdem\u00e4dchen finden zunehmend Aufmerksamkeit in der Hochkultur: \u201eA little girls\u2019s horse craze\u201c<sup>[1]<\/sup> ist in der Kulturgeschichte angekommen.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.uni-goettingen.de\/de\/598300.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kulturanthropologin Anja Schwanh\u00e4u\u00dfer<\/a> besch\u00e4ftigt sich im Rahmen eines <a href=\"https:\/\/gepris.dfg.de\/gepris\/projekt\/396475051?context=projekt&amp;task=showDetail&amp;id=396475051&amp;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DFG-Forschungsprojekts<\/a> mit der Figur des Pferdem\u00e4dchens als Teil der Jugendkultur und untersucht kulturanalytisch das konventionell weibliche Stereotyp des pferdeverr\u00fcckten Teenagers: Ist das Soziotop Reiterhof ein Sinnbild f\u00fcr die Frage nach dem sozialen Miteinander, sozialer Verantwortung und sich wandelnder Geschlechterbeziehungen? Werden Pferdem\u00e4dchen nicht l\u00e4nger als apolitisch und konservativ wahrgenommen, wenn Frauen wie Brianna Noble mit ihrem Pferd Dapper Dan gegen die Polizeigewalt in Oakland demonstrieren, das Pferd somit als Teil der politischen Haltung inszeniert wird?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.zeitschrift-kulturaustausch.de\/de\/zeitschrift\/redakteure\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jenny Friedrich-Freksa<\/a>, Chefredakteurin der Zeitschrift \u201eKulturaustausch\u201c in Berlin und Autorin des Buchs \u201ePferde\u201c, ergr\u00fcndet die Faszination, die Pferde auf Menschen aus\u00fcben und warum die fr\u00fcher m\u00e4nnlich besetzte Reiterei heute vor allem weiblich konnotiert ist. Sie pl\u00e4diert aber vor allem f\u00fcr ein Nachdenken \u00fcber die kostbare Beziehung zwischen Mensch, Tier und Natur<strong>.<\/strong> Pferde erfahren in den letzten Jahren eine wachsende Aufmerksamkeit: Weg von der Nutzung als Fortbewegungsmittel, Arbeitstier und Prestigeobjekt werden ihnen neue kulturelle Funktionen zugeschrieben. Therapie, Coaching, Selbsterfahrung oder Naturerlebnis, all dies wird mit Pferden \u2014 \u00a0\u00e4hnlich wie mit Hunden und Delphinen \u2014 heute jenseits des Profisports verbunden. Auf der anderen Seite steht ein gestiegenes Bewusstsein f\u00fcr eine artgem\u00e4\u00dfere Haltung und F\u00fchrung der Pferde.<\/p>\n<p>Mit der Diskussionsrunde \u201aDas Ph\u00e4nomen \u201ePferdem\u00e4dchen\u201c- Zwischen Klischees und Jugendkultur\u2018 beginnt die<strong> Vortragsreihe<\/strong> im Begleitprogramm der <a href=\"https:\/\/www.lwl.org\/pressemitteilungen\/nr_mitteilung.php?urlID=50865\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ausstellung \u201eBoten, Helfer und Gef\u00e4hrten \u2013 Beziehungen von Mensch und Tier im Wandel<\/a><strong>\u201c <\/strong>des <a href=\"https:\/\/www.lwl.org\/industriemuseum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LWL-Industriemuseums Zeche Hannover<\/a> in Bochum. Die Ausstellung ist im Verbund des <a href=\"https:\/\/kulturwissenschaften.de\/projekt\/das-tier-als-objekt\/\">Arbeitskreises \u201eMensch und Tier im Ruhrgebiet\u201c<\/a> entstanden.<\/p>\n<p><sup>[1]<\/sup>\u00a0<em>Freud, Anna, Normality and Pathology \u00a0in Childhood: Assessments of Development, NY 1989, S.20<\/em><\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","event_category":[213],"class_list":["post-5566","veranstaltung","type-veranstaltung","status-publish","hentry","event_category-mensch-tier-im-ruhrgebiet"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung\/5566","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/veranstaltung"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/event_category?post=5566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}