{"id":8635,"date":"2022-02-16T12:59:32","date_gmt":"2022-02-16T11:59:32","guid":{"rendered":"https:\/\/staging-v2.kulturwissenschaften.de\/?post_type=veranstaltung&#038;p=8635"},"modified":"2022-02-16T12:59:32","modified_gmt":"2022-02-16T11:59:32","slug":"kwi-on-tour-trost","status":"publish","type":"veranstaltung","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/veranstaltung\/kwi-on-tour-trost\/","title":{"rendered":"KWI on Tour: Trost"},"content":{"rendered":"<p>Dass es ein menschliches Grundbed\u00fcrfnis ist, getr\u00f6stet zu werden, ist in den vergangenen zwei Jahren noch einmal auf besondere Weise ins kollektive Bewusstsein getreten \u2013 zumal es daf\u00fcr in der Regel die Gegenwart anderer Menschen bedarf und damit war und ist es in Zeiten der Pandemie ja bekanntlich nicht so einfach. Wie man sich lesend und schreibend selbst tr\u00f6stet, dieser Frage gehen auf ganz unterschiedliche Weise die B\u00fccher von Hanna Engelmeier und Verena Stauffer nach.<\/p>\n<p>In ihrem Essay <em>Trost. Vier \u00dcbungen<\/em> versammelt Hanna Engelmeier verschiedene Lekt\u00fcren, von Disneys <em>Aristocats<\/em> \u00fcber Rilkes Briefe an den jungen Nachwuchsdichter Franz Xaver Kappus bis zur ber\u00fchmten Rede <em>This is water<\/em> von David Foster Wallace. Auf der Reise durch dieses Textlabyrinth greifen pers\u00f6nliche Anekdoten und theoretische \u00dcberlegungen ineinander, um am Ende immer wieder darauf zur\u00fcckzukommen, \u201eworum es bei Trost ganz eigentlich geht: den Moment, in dem das Winseln und Fiepen und Heulen aufh\u00f6rt\u201c. Und auf gewisse Weise ist dieser Moment auch Thema von Verena Stauffers <em>Geschlossene Gesellschaft<\/em>, ihrem hinrei\u00dfend poetischen, fiktionalisierten Corona-Tagebuch \u00fcber den Winterlockdown in Wien. Die Erz\u00e4hlerin sp\u00fcrt in mal urkomischen, mal beklemmenden, mal phantastisch-lyrischen Episoden der Frage nach, was diese Gegenwart mit ihr, mit uns allen macht, wenn wir gezwungenerma\u00dfen auf uns alleine zur\u00fcckgeworfen sind. Ob sie eine Antwort findet, ist dabei weniger relevant als der Umstand, im Akt des Schreibens selbst die Situation mittels Sprache zu b\u00e4ndigen \u2013 und somit Trost in ihr zu finden.<\/p>\n<p><strong>Hanna Engelmeier<\/strong>, geboren 1983 in M\u00fcnster, arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Sie promovierte mit einer Arbeit \u00fcber die Geschichte der deutschen Anthropologie zur Zeit der fr\u00fchen Darwin-Rezeption. Seit 2014 ist sie Autorin der Zeitschrift <em>Merkur<\/em>, wo seit Beginn diesen Jahres ihre Kolumne \u00fcber <em>K\u00f6rperliche Ert\u00fcchtigung<\/em> l\u00e4uft.<\/p>\n<p><strong>Verena Stauffer<\/strong>, geboren 1978 im ober\u00f6sterreichischen Kirchdorf an der Krems, ver\u00f6ffentlichte 2018 ihren Deb\u00fctroman <i>Orchis<\/i>, der f\u00fcr den Literaturpreis Alpha, die Hotlist der Independents und den Blogger-Deb\u00fctpreis nominiert war. Zuletzt erschien ihr Gedichtband <i>Ousia <\/i>bei Kookbooks, der f\u00fcr den \u00d6sterreichischen Buchpreis nominiert wurde. Stauffer lebt abwechselnd in Wien, Berlin und Moskau.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","event_category":[44,257],"class_list":["post-8635","veranstaltung","type-veranstaltung","status-publish","hentry","event_category-kwi-on-tour","event_category-lesung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung\/8635","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/veranstaltung"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8635"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/event_category?post=8635"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}