{"id":8674,"date":"2022-03-09T11:48:45","date_gmt":"2022-03-09T10:48:45","guid":{"rendered":"https:\/\/staging-v2.kulturwissenschaften.de\/?post_type=veranstaltung&#038;p=8674"},"modified":"2022-05-03T08:25:11","modified_gmt":"2022-05-03T06:25:11","slug":"transkulturation-ein-konzept-fuer-die-kultursoziologie-gegenwaertiger-organisationen","status":"publish","type":"veranstaltung","link":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/veranstaltung\/transkulturation-ein-konzept-fuer-die-kultursoziologie-gegenwaertiger-organisationen\/","title":{"rendered":"Wichtig: Termin wird verschoben! Transkulturation \u2013 ein Konzept f\u00fcr die Kultursoziologie gegenw\u00e4rtiger Organisationen?"},"content":{"rendered":"<p>Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung wird kurzfristig verschoben! Der neue Termin wird rechtzeitig hier angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Organisationen, nicht zuletzt Wirtschaftsorganisationen, k\u00f6nnen sich heutzutage legitimatorisch nicht l\u00e4nger \u2013 wenn sie es je konnten \u2013 allein auf das Prinzip strukturell-funktionaler Differenzierung beziehen. Angesichts von Gesellschaftsdiagnosen, die die kulturelle Binnenpluralit\u00e4t und Heterogenit\u00e4t von Gegenwartsgesellschaften in den Mittelpunkt stellen (etwa Diagnosen \u201apostmigrantischer\u2018 Gesellschaften), richtet sich auch an Organisationen die Erwartung, dies in ihren Formalstrukturen und zunehmend auch in ihren operativen Abl\u00e4ufen in Rechnung zu stellen. Angesichts dieses legitimatorischen Drucks verwundert es nicht, dass Organisationen hierzu Konzepte und Idiome aufgreifen, die nicht aus einem organisationalen Kontext, sondern aus gesellschaftlichen Debatten und Konflikten stammen. Das Idiom der Diversit\u00e4t, das im Kontext der US-amerikanischen B\u00fcrgerrechtsbewegung artikuliert wurde, ist hierf\u00fcr ein markantes Beispiel. Mein Vortrag erstellt ein hypothetisches Szenario: Was gesch\u00e4he, w\u00fcrden (Wirtschafts-)Organisationen versuchen, sich das Konzept der Transkulturation \u2013 nicht zu verwechseln mit dem der Transkulturalit\u00e4t \u2013 zu eigen zu machen? Hierzu verorte ich das Konzept erstens in seinem Entstehungs- und Anwendungskontext postkolonialen Denkens in Lateinamerika, vergleichbar etwa mit dem Konzept der \u201aHybridit\u00e4t\u2018. Zweitens rekonstruiere ich die Verschaltungen kultureller und \u00f6konomischer Analyseebenen, die Transkulturation in der Version Fernando Ortiz\u2018 aufwies, dem zufolge das Kuba seiner Gegenwart (der 1940er Jahre) sowohl in kultureller wie \u00f6konomischer Hinsicht als Resultat von transculturaci\u00f3n zu denken war. Diese \u00f6konomische Analyseebene, die untrennbar mit der kulturellen verwoben bleibt, wird dann drittens zum Ausgangspunkt genommen, um die \u201aAneigenbarkeit\u2018 von Transkulturation seitens (Wirtschafts-)Organisationen und deren m\u00f6gliche Folgen zu diskutieren. (Text: A. Langenohl)<\/p>\n<p>\u00dcBER DIE REIHE<br \/>\nOrganisationskulturen sind seit den 1980er Jahren Gegenstand intensiver organisationswissenschaftlicher Forschung. Die Organisationskultur oder auch \u201ecorporate culture\u201c umfasst dabei so diverse Sachverhalte wie beispielsweise Leistungsmotivation, F\u00fchrungsverhalten, corporate identity, Symbole, Gemeinschaftsbildung, Entscheidungsstrategien, Rituale, F\u00fchrungsverhalten, Leitwerte, Innovationen. Mit dem Faktor Kultur wird ein organisationales Ph\u00e4nomen bezeichnet, von dem ein eigenst\u00e4ndiger Beitrag zum Handeln von Organisationen ausgeht. Entsprechend l\u00e4sst sich der kulturelle Einfluss, je nachdem, ob man sich von ihm Ver\u00e4nderungsimpulse erhofft oder die stabile Reproduktion bew\u00e4hrter Handlungsroutinen erwartet, als funktional bzw. dysfunktional f\u00fcr Organisationen einordnen. Die KWI-Reihe Organisationskulturen | Kulturen der Organisation er\u00f6rtert die kulturelle Dynamik von Organisationswirklichkeiten, ihre strukturelle Tr\u00e4gheit aber auch ihre enorme Wandlungs- und Anpassungsf\u00e4higkeit an plurale und heterogene Umwelten.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","event_category":[602],"class_list":["post-8674","veranstaltung","type-veranstaltung","status-publish","hentry","event_category-oranisationskulturen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung\/8674","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/veranstaltung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/veranstaltung"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8674"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kulturwissenschaften.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/event_category?post=8674"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}