14.03. – 15.03.

Tagung: Schreiben – Forschen – Publizieren. Textproduktion in der qualitativen Sozialforschung

Geschlossene Veranstaltung

Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Gartensaal, Goethestr. 31, 45128 Essen

Schreiben ist ein elementarer Bestandteil qualitativer Forschung. In allen Phasen des Forschungsprozesses sind Schreibpraktiken präsent: Zwischen „Feld“ und „Schreibtisch“ werden Notizen und Protokolle angefertigt, Memos und Fallexzerpte erstellt und die Erkenntnisse in eine schriftliche Form gebracht, die sie für die (Fach-)Öffentlichkeit verfügbar machen soll. Damit manifestiert sich im Schreiben ein Ineinandergreifen von Theorie und Empirie, von Analyse und Erhebung. Doch obwohl die Produktion von Texten in der qualitativen Sozialforschung solchermaßen relevant ist, wurde das Schreiben – selbst nach der Writing-Culture-Debatte in der Ethnographie und ihrer internationalen Rezeption – kaum zum Gegenstand einer umfänglichen empirisch fundierten Reflexion. Dies gilt nicht nur für die Ethnographie, sondern auch für andere Ansätze der qualitativen Sozialforschung. Genau hier setzt die Tagung an: Indem in Vorträgen die Produktionsbedingungen, Publikationsformate, Traditionen und Didaktiken des Schreibens in der qualitativen Sozialforschung thematisiert werden, werden sowohl das Feld der Textproduktion kartiert als auch Anschlüsse an weitere Debatten in der soziologischen Forschung (wie etwa den Einsatz von KI-Tools) aufgezeigt.

Die Tagung wird veranstaltet vom DFG-Netzwerk „Textuelle Performanz in der qualitativen Sozialforschung“. Die Veranstaltung ist zugleich die Frühjahrstagung der Sektion „Methoden der qualitativen Sozialforschung“.