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13.10.

Di / 20:00

Sex on Screen: Die Geschichte der Aufklärung im Kino zwischen Angst und Liebe

Ein Abend in der CineScience-Reihe "On Edge"

Anja Laukötter, Kulturhistorikerin

Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Str. 2, 45128 Essen

Die Darstellung von Sexualität prägt das Kino von Beginn an. Sie war jeher emotional aufgeladen und umkämpft: Was darf in welchem Maß auf die Leinwand? Auch Aufklärungsfilme, die im Namen der Gesundheit vor Sexualkrankheiten wie Syphilis oder HIV/AIDS warnten, bewegten sich an den Grenzen des Darstellbaren. Dabei setzten sie gezielt Emotionen wie Angst, Scham, und Liebe ein, um „richtigen“ Sex zu vermitteln. Vom Stummfilm der Weimarer Republik bis zu Kurzfilmen der Gegenwart zeigt der Blick auf historische Filmbeispiele wie sich diese Gefühlskultur, Körpervorstellungen und Sexualitätsnormen verändert haben.

Anja Laukötter ist Professorin für Kulturgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und war zuletzt Gastprofessorin am German Historical Institute London und der London School of Economics and Political Science. Ihre Forschung zur europäischen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert verflicht sozialpolitische, kulturelle sowie medien- und wissensgeschichtliche Perspektiven und befasst sich mit der Geschichte des Kolonialismus, seinen Museen und Sammlungen sowie mit der Geschichte des Körpers, der Emotionen und der Medien. 2021 erschien ihre einschlägige Habilitation Sex – richtig! Körperpolitik und Gefühlserziehung im Kino des 20. Jahrhunderts.