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CFA: Thyssen@KWI Fellowship October 2026 – March 2027
The Thyssen@KWI Fellowship adresses excellent researchers from the humanities, cultural studies, and the social sciences. It is most generously funded by the Fritz Thyssen Foundation. International researchers are invited to apply as well as scholars of German nationality, provided they demonstrate outstanding international work experience and contacts. We invite applications from research fellows who have completed their PhD and have already gained several years of post-doctoral research expertise (R3 level). Project proposals should address KWI’s research agenda. The KWI (Kulturwissenschaftliches Institut) in Essen provides fellows with modern infrastructure, office space, technical support, and offers a library service, event and research management as well as any administrative and communicative support.
We expect the Thyssen@KWI Fellow to be present at the institute at least 3 days a week. The fellow will be expected to participate in entry and exit interviews. The Thyssen@KWI Fellow is requested to actively take part in the Colloquium, lectures, conferences, reading groups and other academic events at KWI. Moreover, we expect the fellow to contribute to the KWI Blog. Knowledge of German is not required since the Fellowship Programme relies on a strong command of English. We expect successful applicants to begin their fellowship on the announced starting date (October 1 2026). Due to our semester schedule and the design of the fellowship programme, the start and end of the fellowship are not negotiable.
We kindly ask you to apply in the form of one single PDF file (max. 20 MB) which must be submitted electronically to international.fellowship@uni-due.de with the subject line: “Thyssen@KWI-Fellowship”. The application must be written in English and must contain a CV, a list of publications, PhD certificate, and a proposal sketching your KWI project (max. 5,000 characters).
The application deadline is 11 May 2026. For further questions, please consult the FAQs or contact international.fellowship@uni-due.de. Please finde the full call here.
CfP: Neue KWI-Blogreihe “Fäden. Kulturtechniken der Handarbeit”
Um Fäden spannen sich diverse Bedeutungsebenen auf: von medien- und texttheoretischen, gerade in der poststrukturalistischen Theorie (Text als ‚Gewebe aus Zitaten‘), erzähltheoretischen, die auf Fragen der Kohärenz zielen (‚roter Faden‘), nämlich die Linearität und Kausalität eines Plots (im Fiktionalen) oder einer Argumentationsstruktur (in Essayistik und Wissenschaft), hin zu rhetorischen und (gendertheoretisch reaktivierten) mythologischen (‚Ariadnefaden‘). Fäden werden vielfach metaphorisch genutzt: Fäden lassen sich lösen, bisweilen kommt es zu Verknotungen, Fäden kann man wieder aufnehmen und verlieren, man kann etwas einfädeln.
Jenseits dessen sind Fäden ein konkretes Element handwerklicher Praxis. Insbesondere für solche (Näh-, Spinn-, Strick- und Web-)Fäden interessiert sich die neue Blogreihe des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen. Dekorative Objekte wie Tapeten, Vorhänge und Wandteppiche, die aktuell auch im Fokus einiger Ausstellungen stehen, sind ebenso Ergebnis dieser Fäden wie Kleidungsstücke. Fäden sind verbunden mit (historischen) Praktiken von Akteur:innen wie der Schneiderin und dem Weber und mit Instrumentarien wie Stick- und Nähnadeln und dem Webstuhl. Referenzen auf Klöppeln, Nähen, Spinnen, Sticken, Stricken und Weben finden sich gleichsam in der Literatur wie in der Bildenden Kunst.
Erwünscht sind Beiträge gleichermaßen aus Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften wie aus Technik- und Kulturgeschichte, Kultursoziologie und Ideengeschichte. Die kurzen Blogtexte sollen eine Länge von nur 12.000 Zeichen (ca. 4 Seiten) haben (Chicago-Zitation in Endnoten) und erscheinen ab Mai/Juni 2026 mit je eigener DOI auf dem Blog des KWI.
Bitte schicken Sie Ihre Vorschläge (max. 1/2 Seite) mit kurzer biographischer Notiz bis zum 17.3. an Dr. Laura M. Reiling (laura.reiling@kwi-nrw.de).
Weitere Infos und die vollständige Ausschreibung finden Sie hier.
CfA: KWI-Schreibwochenende für Promovierende vom 08.05.-10.05.2026
Intensive Arbeit am Text von Qualifikationsschriften ist in den Geistes- und Sozialwissenschaften unverzichtbar. Gerade Doktorand*innen, die nicht in strukturierten Programmen, wie zum Beispiel Graduiertenschulen oder Sonderforschungsbereichen, promovieren, vermissen oftmals den Austausch und können auch von den Folgen von Vereinzelung und Selbstisolation betroffen sein. Um diesen Herausforderungen zu begegnen und junge Forscher*innen in ihrer Arbeit zu unterstützen, veranstaltet das KWI ein Schreibwochenende mit einem spezifischen Angebot für Promovierende in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften.
Das Angebot richtet sich primär an Promovierende, die an einer der drei UA Ruhr-Universitäten als Doktorand*innen eingeschrieben oder Angehörige der UA Ruhr sind, aber auch an Promovierende anderer Universitäten. Die Teilnehmenden sollten sich bereits in der Schreibphase, d.h. in eigener Textarbeit, befinden, da wir in einer Tandemphase während des Wochenendes mit konkreten Textbeispielen aus den Dissertationen/Artikeln arbeiten werden.
Das KWI-Schreibwochenende versteht sich als fachlich spezifizierte Ergänzung zu bestehenden Formaten des Career Center der UDE und der Research Academy Ruhr. Sie stellt kein Motivationstraining oder Coaching dar, sondern dient vielmehr dazu, Herausforderungen des eigenen Schreibens auf einer greifbaren Ebene in fachspezifischer Runde zu behandeln. Das KWI-Schreibwochenende schult in Textkritik und dient überdies der Vernetzung unter Doktorand*innen. Das Wochenende (Freitagmorgen bis Sonntagnachmittag) findet im Gartensaal des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen statt (Goethestr. 31, 45128 Essen) und wird von Geisteswissenschaftlerinnen des Instituts organisiert.
Teilnahmevoraussetzungen: 1. aktive Phase des Schreibens an der Dissertation, 2. ein kurzer Text (fünf bis zehn Sätze) zum Projek mit Infos zur eigenen Person sowie ca. zehn Seiten eigener Text aus dem Dissertationsprojekt, der ausschließlich in die Tandemsession eingebracht werden soll, 3. die Bereitschaft, den Text einer Teilnehmer*in für die Tandemarbeit vorzubereiten.
Wir bitten um eine Anmeldung inklusive der oben genannten Infos/Dateien (ein PDF) bis zum 30.3.2026 via E-Mail an Emily Beyer (emily.beyer@kwi-nrw.de). Für das Programm stehen maximal zwölf Plätze zur Verfügung.
Leitung/Kontakt: Dr. Laura M. Reiling (laura.reiling@kwi-nrw.de) & Sarah Tober (sarah.tober@kwi-nrw.de)
Weitere Infos sowie die vollständige Ausschreibungen finden Sie hier.
CfP: Who’s next? Kanonisierung in der Soziologie zwischen Editionen und digitaler Infrastruktur
Editionen, Gesammelte Schriften und Gesamtausgaben bilden einen zentralen Grundbestandteil der soziologischen Literatur und manifestieren maßgeblich Kanonbildungsprozesse des Faches. Sie strukturieren nicht nur das disziplinäre Gedächtnis, sondern fungieren zugleich als Theoriearsenal, aus dem sich vergangene wie gegenwärtige soziologische Debatten – nicht selten bis in den theoretischen Kern des Faches hinein – immer wieder speisen. Entsprechend konfliktträchtig ist die Frage, wer in den Editionskanon aufgenommen wird und wer außen vor bleibt. In den vergangenen Jahren hat sich vor diesem Hintergrund eine intensive Debatte darüber entfaltet, ob und in welcher Form es eines (neuen) Kanons für die Soziologie bedarf, in der insbesondere Forderungen nach einer stärkeren Berücksichtigung von Fachvertreterinnen, Perspektiven aus dem Globalen Süden und generell marginalisierten Stimmen artikuliert wurden.
Momentan gibt es noch wenige soziologische Onlineeditionen. Zu nennen wäre hier die digitale Edition der Max Weber-Gesamtausgabe (MWG) sowie als spezifische Formen das Niklas Luhmann-Archiv (Zettelkasten) und die Ferdinand Tönnies-Briefedition. Angesichts dieser Sachlage lohnt es sich über die engen Grenzen der Einzeldisziplin hinauszuschauen: Innovative Ansätze für Hybrideditionen (gedruckt und online) finden sich z. B. in der Kritischen Gesamtausgabe Hannah Arendts oder bei der Marx-Engels-Gesamtausgabe, der MEGA. Vor diesem Befund ergeben sich mehrere Fragen: Welche Zukunft haben Gesamtausgaben bzw. Editionen? Wie steht es um ihre Auffindbarkeit und Rezeption? Können sie durch leichteren Zugang zu Quellen einen Beitrag zu aktuellen Theorie- und Methodendebatten leisten? Wie kann man vermeiden, Marginalisierungen in der Wissenschaft durch Editionen zu reproduzieren? Warum sollte man auch andere Quellen (Feldnotizen, Briefe, Tage- und Notizbücher, Kalendarien, Zettelkästen, neue Medien, Film- und Tonmaterial o. Ä.) edieren, was ist ihr Mehrwert? Und wie ist der Weg zu gestalten: rein digital, hybrid oder doch ‚nur‘ in Buchform? Was können wir aus interdisziplinären Diskussionen lernen?
Event: Sitzung der Sektion “Soziologiegeschichte” auf dem 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie “Zukünfte der Gesellschaft” vom 28.09.-02.10.2026 an der Johannes Gutenberg-Universität März.
Wir bitten um die Einreichung von Abstracts (max. 1 Seite) inklusive einer kurzen biographischen Notiz an klauke@ferdinand-toennies-gesellschaft.de
Deadline: 31. März 2026
Weitere Informationen gibt es hier.