Am 22.01.2026 war der Autor Thomas Meinecke zu Gast am KWI und las aus seinem jüngsten Roman Odenwald (Suhrkamp 2024). Anlass für die Einladung war der von Hanna Engelmeier organisierte Workshop “Gelehrsamkeit. Letzte Orientierungsversuche angesichts eines obsoleten Phänomens in den Geisteswissenschaften”, der u.a. Romane Meineckes als Beispiele für zeitgenössische Formen von Gelehrsamkeit diskutierte. Odenwald steht nicht nur für Thomas Meineckes jahrzehntelange Auseinandersetzung mit Gender‑ und Queertheorie, sondern greift zugleich das Werk Theodor W. Adornos auf, dessen Kindheitsort Amorbach Schauplatz der Handlung ist. Im Gespräch nach der Lesung beschrieb Meinecke Ausgangs- und Endpunkte seines Schreibens, das er als “Suchbewegung” begreift – oft angestoßen von persönlichen Wissensdefiziten und inspiriert vom Sampling in der Musik.