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15.04.

Mi / 11:00 – 12:00

Denken auf Zuruf. Heteronomie und Gemeinsinn in Zeiten von ChatGPT

Podiumsgespräch mit allgemeiner Diskussion

Franziska Barth, Mona Leinung, Markus Rautzenberg

Raum 3.05, Folkwang Campus Welterbe Zollverein

Was passiert wenn wir unser Denken delegieren und unsere bisher als selbstverständlich angenommene Autonomie aufgeben? Kann es eine Art Gemeinsinn zwischen Mensch und KI geben, der sich in neuen Formen der Kollaboration bereits abzuzeichnen beginnt? Und wie verändert das kollaborative Denken mit ChatGPT das, was Hannah Arendt einmal den ‚Welt-Sinn‘ genannt hat, also den grundlegenden Sinn für die Realität und die Orientierung darin? Lässt sich Urteilskraft überhaupt automatisieren?

Über die KI-Woche des Fachbereichs Gestaltung:

„KI“, „AI“, „Machine Learning“, „Deep Neural Networks“ oder „Large Language Models“ sind Begriffe, die derzeit allgegenwärtig sind – in Medien, sozialen Netzwerken und zunehmend auch in den Gängen der Hochschule. Häufig bleiben sie jedoch unscharf. Als Schlagworte verdecken sie mehr, als dass sie helfen zu verstehen, wie diese Technologien funktionieren, welche Annahmen ihnen zugrunde liegen und wie sich Studierende und Lehrende ihnen gegenüber positionieren wollen.

Die KI-Woche des Fachbereichs Gestaltung versteht sich als offenes Forum für eine pluralistische Auseinandersetzung mit maschinellem Lernen, algorithmischen Systemen und künstlicher Intelligenz. In Vorträgen, Workshops und Diskussionen sollen unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt werden – aus Gestaltung, Kunst, Technologie und Theorie. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis dieser Technologien zu entwickeln, um ihre Funktionsweisen, ihre Grenzen und ihre tatsächlichen Gestaltungsspielräume aufzuzeigen.

Ein zentrales Anliegen der KI-Woche ist es, Orientierung zu schaffen. Nicht im Sinne schneller Antworten oder technischer Heilsversprechen, sondern durch kritische Einordnung und gemeinsames Nachdenken darüber, was mit diesen Systemen möglich ist – und was nicht.

Ausgehend davon stellt die KI-Woche grundlegende Fragen: Wie wollen wir uns als Kunst- und Musikhochschule – allgemein und insbesondere im Studienbereich Gestaltung – zu KI positionieren? Wie wollen wir KI einsetzen und kennzeichnen? Welche neuen Berufsfelder und Praktiken entstehen? Und welches Zukunftsbild der Gestaltung zeichnet sich unter den Bedingungen algorithmischer Systeme ab?