Andreas Bernard über die „Erzählbarkeit von Epidemien“

Am 12.06. war im Rahmen des 6. Essener Wissenschaftssommers der Kulturwissenschaftler und Journalist Andreas Bernard zu Gast am KWI, um sein aktuelles Buch „Die Kette der Infektionen. Zur Erzählbarkeit von Epidemien“ vorzustellen.

In seinem Buch zeigt Bernard, dass insbesondere seit dem 18. Jahrhundert Erzählformen bei der Durchsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse eine entscheidende Rolle spielen. Dafür spürt er der langen Geschichte von Figuren wie der „Patientin Null“ oder dem „Superspreader“ nach und beleuchtet die ‚ansteckende‘ Wirkung von Kommunikationsmedien – wie etwa dem Brief, der lange nicht nur Daten, sondern auch Keime transportierte. Am KWI sprach Direktorin Julika Griem mit dem Autor über kulturwissenschaftliche Wissenschaftsforschung und die Konjunkturen des Erzählens jenseits literarischer Texte, Genres und Publikationszusammenhänge.

Interessierte finden Bernards gesamten Vortrag hier auf dem YouTube Kanal des KWI.