Buchvorstellung „Odenwald“. Lesung und Gespräch mit Thomas Meinecke
Der achte Roman von Thomas Meinecke führt in den Odenwald – genauer: nach Amorbach. Das Städtchen ist der Ort, in dem der Philosoph Theodor Adorno seine Kindheitssommer verbachte und der für ihn zu einer Quelle der Sehnsucht wurde. Dem gehen in diesem Buch das literarische Ich des Autors Thomas Meinecke, seine Freund*innen Malwida und Walter, sowie Cord und Kordula nach. Durch die Auseinandersetzung mit dem Odenwald als Seelenlandschaft kommt auch das Fürstenhaus Leiningen ins Spiel, das vor Ort ansässig seit dem 18. Jahrhundert eine sogenannte bewegte Geschichte erlebte.
Download (*.pdf)Workshop „Gelehrsamkeit“. Letzte Orientierungsversuche angesichts eines obsoleten Phänomens in den Geisteswissenschaften
Gelehrsamkeit war nie ein unumstrittenes Ideal akademischer Existenz, wie beispielsweise schon die Einsprüche in Descartes’ Discours de la méthode zeigen. Was die heutige Verfasstheit der Wissenschaften betrifft, ist Gelehrsamkeit um 1900 in ganz verschiedene Bereiche diffundiert. Mit dem Auszug der Mathematik, der Natur- und Technikwissenschaften aus der Philosophischen (bzw. aus der Medizinischen) Fakultät, der einherging mit einer Szientifizierung auch der Geisteswissenschaften, erhielten Expertentum und fachliche Spezialisierung eine Bedeutung, die ihnen im Jahrhundert der ‚Höheren Kritik‘ (Erhard Schüttpelz) so noch nicht unbedingt zukam. Ob es indes zutreffend ist, aus diesen Entwicklungen eine Verfallsgeschichte zu konstruieren, muss dahingestellt bleiben.
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