„Revolutionäre im Interview: Thomas Kuhn, Quantenphysik und Oral History“. Buchvorstellung mit Anke te Heesen

Wie kommen revolutionäre Entdeckung zustande? Anke te Heesen schildert die unbekannte Geschichte eines Interviewprojekts im Kalten Krieg, das den Helden der Quantenphysik das Geheimnis der wichtigsten wissenschaftlichen Revolution des 20. Jahrhunderts zu entlocken versuchte.

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Im grünen Bereich, L.A. 1957-1960. Ein Abend in der CineScience-Reihe „Architektur + Film“

Zur Ruhe kommt und kommt man nicht. Auch mit der Stadt im Rückspiegel, kann von Luft holen keine Rede sein. In den 50erJahren sind die Traumarchitekturen im kalifornischen Vorortfilm, die nach Übersee schielen, merkwürdige Gebilde der Angst.

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Kulturen der Kälte – Kryopolitik, Klimakontrolle und wohltemperierte Körper

In den letzten Dekaden haben Techniken und Verfahren künstlicher Kälte einen beispiellosen Siegeszug in nahezu allen Bereichen des Lebens angetreten: Wir kühlen Nahrungsmittel, technische Geräte und medizinische Güter und bis hin zu Daten, Gebäuden oder ganzen Städten. Inzwischen ist selbst das globale Klima Gegenstand konzentrierter (oder verweigerter) Kühlanstrengungen geworden. Während insbesondere im globalen Norden Kühltechniken längst zu einem konstitutiven Element des Alltags geworden sind, zeigen sich in letzter Zeit immer mehr die Gefahren und Kosten, die mit diesen Abhängigkeiten einhergehen.

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Wenn mehr Wissenschaftskommunikation die Lösung ist, was ist das Problem? Live aus dem Gartensaal: Martina Franzen

So viel Wissenschaftskommunikation wie heute war noch nie. Wissenschaftler*innen sind zunehmend politisch und institutionell gefragt und gefordert, ihr Wissen an die Gesellschaft weiterzugeben. Wissenschaftskommunikationsformate sind dabei inzwischen fast so zahlreich wie die verschiedenen Wissenschaften, deren Themenfelder, Methoden und Theorien sich historisch immer weiter ausdifferenzieren. Empirisch betrachtet sind Wissenschaftskommunikationsaktivitäten genau wie die journalistische Berichterstattung über Wissenschaft selektiv und auf bestimmte, zumeist politisierte Forschungsfelder fokussiert.

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Ein Abend mit Achill. Buchvorstellung und Gespräch mit Altphilologe Jonas Grethlein über „Mein Jahr mit Achill“ (C.H. Beck 2022)

Was vermag antike Literatur, noch dazu die Ilias, in einer persönlichen existenziellen Krise zu bewirken? Darüber hat der Altphilologe Jonas Grethlein, der seit 2008 an der Universität Heidelberg lehrt, ein Buch geschrieben – „das Buch der Stunde“, so Andreas Rosenfelder in der WELT.

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Klaus Benesch: “Architecture and/as Hospitality”

As both an aesthetic and a fundamentally social space modern architecture foregrounds contemporary notions of building, dwelling, and thinking. Its social meaning, as Slavoj Žižek argued, is not merely to provide housing and infrastructure, but to offer stabilizing counter-spaces within an ever-changing and increasingly conflicted modern public space. Insofar as it lends material form to the promises but also the challenges of modernity, architecture frequently finds itself at the forefront of cultural and social debates.

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Die Fotografie und ihre Institutionen: Netzwerke, Sammlungen, Archive, Museen. Tagung im Rahmen des Forschungsprojektes „Formen und Formate der fotografischen Institutionalisierung“

Die Institutionalisierung bezeichnet einen Prozess, in dessen Verlauf Handlungen sowie die Handelnden selbst in ihrem Verhalten typisiert, normiert und damit auf längere Zeit festgeschrieben werden. Gleichzeitig werden die (nicht-menschlichen) Objekte in ihrer Erscheinung, Rezeption und Deutung durch diesen Prozess mitgeprägt.

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„A psychotic would have a ball here“ – Modernismus und Brutalismus als Wohnwelten im Film

Brutalismus ist für viele nicht nur eine Architekturbezeichnung, sondern ein lautmalerischer Ausdruck: Obwohl der Begriff vom französischen Ausdruck für Sichtbeton („béton brut“) stammt, ist das ‚brutale‘ dieser Architekturen oft Ausdruck dystopischer Erzählungen – von Stanley Kubricks „A Clockwork Orange“ bis zu Ben Wheatleys „High Rise“.

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Uneindeutigkeit der Wahrnehmung: Ambiger Alltag in „Sieranevada“ von Cristi Puiu (Rom 2015). Filmvorführung und Vortrag von Bernhard Groß

Film neigt zur unterschiedslosen Aufnahme; dem technischen Apparat ist buchstäblich alles gleich gültig, was ihm vor die Linse kommt. Insofern steckt im Medium Film per se eine Tendenz zur Uneindeutigkeit. Jeglicher Ordnung, sei es der Handlung, der Erzählung, der Komposition, der Kohärenz und Logik, steht im Film auch immer eine diese relativierende Unordnung entgegen. Das spezifisch Politische des Films liegt in dieser prinzipiellen Infragestellung von Ordnungen, die zur Eindeutigkeit tendieren.

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„Aufbrechen“. Lesung und Gespräch mit der Friedenspreisträgerin Tsitsi Dangarembga

Tsitsi Dangarembga ist die bekannteste Autorin Simbabwes, Filmemacherin und Drehbuchautorin. Sie ist politische Aktivistin und gilt als eine der radikalsten Stimmen des afrikanischen Kontinents. Ende der 1980er Jahre wurde sie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin ausgebildet und kehrte anschließend in ihre Heimat Simbabwe zurück. Sie ist Direktorin des „Creative Arts of Progress in Africa Trust“, Gründerin und Direktorin des „International Images Film Festival for Women“ in Harare und Mitglied der Organisation „Women Filmmakers of Zimbabwe“. Tsitsi Dangarembga ist Mitglied der Internationalen Jury 2022 der Internationalen Filmfestspiele Berlin.

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Obsoleszenz als ästhetisches Phänomen. Live aus dem Gartensaal: Hanna Engelmeier

Obsoleszenz ist vielen vor allem als Phänomen der Konsumgesellschaft bekannt: unnötig schnell kaputt gehende Ladekabel, zerrissene Strumpfhosen oder kurzlebige Glühbirnen haben schon viele geärgert. Gleichfalls hat die Technik- und Mediengeschichte die Obsoleszenz für sich als Thema entdeckt, eignet es sich doch hervorragend, um historische Umbrüche in der Erforschung von Kulturtechniken dingfest zu machen: Das Aufkommen von neuen Medien macht schließlich diejenigen, die vorher da waren, zu alten Medien.

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How to Make Your Floor Disappear: On the Production of Domestic Space in a Berlin Baugruppe

Long ago Henri Lefebvre quipped that housing is activity, something we do, rather than something we merely inhabit. Three years of following a Baugruppe as they planned, built, inhabited, and dwelled their new building shows the significance of this shift in thinking about home and house. This talk focuses on the ways that domestic space is produced and reproduced as inhabitants seek to feel at home: a goal that seems to become more and more elusive the more one plans it.

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Zwischen Kulturwandel und Kulturkampf: Universität im Umbau

Der deutsche Hochschulsektor befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess: das unterstreichen neben den längst zu bürokratischen Daueraufgaben avancierten Fragen rund um die Finanzierung und materielle Ausstattung von Hochschulstandorten auch weitere Herausforderungen, die von den Universitäten als Probleme der administrativen Bearbeitung identifiziert werden. In neu geschaffenen Stabsstellen für Diversität, Ressorts zur sozialen Nachhaltigkeit oder Rektoratsabteilungen zur Universitätskultur werden Fragen um Chancengleichheit und soziale Teilhabe bearbeitet, Richtlinien zum Schutz vor Diskriminierungen entwickelt, Programme für die familienfreundliche Hochschule aufgelegt und eine ausgewogene Work-Life-Balance des Personals angestrebt.

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Buchvorstellung: „Organisierte Moral Zur Ambivalenz von Gut und Böse in Organisationen“

Der Band untersucht, inwieweit moralisch gutes oder schlechtes Handeln organisiert werden kann. Die Diskussion soziologischer Erklärungen des normativ Guten und Bösen in und von Organisationen beleuchtet den ambivalenten Zusammenhang von Moral und Organisation, da Organisationen sowohl für moralische Anliegen eintreten als auch moralisch-ethische Normen (teilweise sogar absichtlich) verletzen. Diese Ambivalenz adressiert der Band durch theoretisch-konzeptionelle Beiträge sowie durch empirische Studien. Der Band zeigt damit die große Varietät in der empirischen Beobachtbarkeit und der sozialwissenschaftlichen Analyse der Moralität von Organisationen – ohne selbst für oder gegen Moral zu argumentieren. (Text: Springer VS)

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Evke Rulffes: Die Erfindung der Hausfrau. Von der Herrin im Haus zur Dienerin des Ehemanns

Das Konzept der bürgerlichen Hausfrau ist eine Entwicklung des 19. Jahrhunderts, das in der BRD in den 1950er Jahren zu seiner vollen Entfaltung kam. Die sogenannteHausfrauenehe schrieb gesetzlich vor, dass die Ehefrau ihrem Mann den Haushalt führen musste, er hingegen alle Entscheidungsmacht inne hatte – sie durfte ohne seine schriftliche Genehmigung nicht erwerbstätig sein, kein Bankkonto eröffnen, keinen Führerschein machen.

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New KWI Fellows: Welcome and Introduction

In April 2022, nine new fellows have begun their six-month research stays at KWI. On this evening, they will present their research projects, ranging from disciplines such as history, sociology to art history and literary studies.

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Buchpräsentation: Christoph Cornelißen „Europa im 20. Jahrhundert“

Die pandemiebedingt verschobene Veranstaltung wird am 25. April 2022 nachgeholt: Ein faszinierendes Panorama der europäischen Geschichte vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute: Der renommierte Historiker Christoph Cornelißen erzählt fesselnd, wie sich Europa und die Welt in diesem Jahrhundert voller Umbrüche, das von gewaltigen Katastrophen ebenso wie von hochfliegenden Hoffnungen geprägt war, in rasantem Tempo veränderten.

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Wohnen als großes Kino. Ein CineScience-Abend in der Reihe „Architektur + Film“

Das Haus sei ein „Abdruck seines Bewohners“, hielt Walter Benjamin einst fest, was für eine möglichst individuelle Ausgestaltung der Wohnung spricht. Doch ist genau dies in den Masterplänen der Architektur, vom funktional optimierten Grundriss zur visionären Idealstadt, nicht vorgesehen.

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KWI Welcomes a New Cohort of International Fellows

The Institute for Advanced Study in the Humanities (KWI) welcomes a new cohort of international guests, taking over from Azadeh Fatehrad and Petr Gibas who were with us during the last semester. Thyssen@KWI fellow Regina Karl will rejoin us in May to continue her fellowship.

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Wohnen – Zwischen Obdach und Design. Themenschwerpunkt mit Veranstaltungen und Blogbeiträgen im Sommersemester 2022

Die eigenen „vier Wände“ – sofern überhaupt vorhanden – werden immer mehr zu Projektionsflächen für gesellschaftliche Entwicklungen sowie für literarische und künstlerische Produktion: Abstiegsängste angesichts explodierender Mietpreise, die gestiegene Lust am Interieur zu Lockdownzeiten bei gleichzeitigen Überdruss-Phänomenen von homeschooling-geplagten Eltern und Kindern, die Beziehungen zwischen Menschen und Haustieren, zwischen Menschen und der sie umgebenden Materialität, der Cocooning-Boom, …

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War, Peace and Pacifism. Roundtable

The current unprovoked war of aggression waged by the Russian regime against Ukraine has upended many assumptions about the conditions of peace and stability in Europe. As thousands of innocent lives are lost and millions of people are displaced and forced into exile, an embattled population in Ukraine displays remarkable resilience and puts up resistance to the assailant, with many convinced that winning the peace requires winning the war. In Russia anti-war demonstrations have been criminalised by the government and pacifist protesters are now treated as dangerous subversives. In Germany, Putin’s invasion ignited debates about the antimilitaristic postwar consensus.

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New Date: From the Welfare State to the Eco State? Production and Protection in the Twenty-First Century

The welfare state is an heir to the pact between political emancipation and economic growth that was forged in the age of Enlightenment. In the specific historical conjuncture of the post-war period, the new frontier of science and productivity has been integral to a form of capitalism that was both partly democratised and increasingly dependent on fossil infrastructures. This configuration raises the question of the relationship between social justice, growth regimes and the Anthropocene. Indeed, we are now forced to question the sustainability of forms of social protection that depend on productivity policies.

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When Words Are not Enough – Anna Aslanyan presents her book Dancing on Ropes: Translators and the Balance of History

Human communication, even in one language, always comes with the proviso that we understand and are understood much less than we hope. If language barriers make this challenge even greater, how do people the world over still manage to talk to each other? Translation, as any practitioner will attest, is as much about cultural mediation as it is about finding the right words and putting them in more or less the right order. That is one of the central ideas explored in Anna Aslanyan’s recent book, Dancing on Ropes: Translators and the Balance of History.

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KWI Schreibwochenende für Promovierende in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften

Intensive Arbeit am Text von Qualifikationsschriften ist in den Geistes- und Sozialwissenschaften unverzichtbar. Insbesondere unter den Bedingungen der Pandemie und ihren vielen sozialen Belastungen wird auch für Promovierende diese Form der Arbeit erschwert. Gerade Doktorand*innen, die nicht in strukturierten Programmen promovieren, vermissen Austausch und sind verstärkt von den Folgen von Vereinzelung und Selbstisolation betroffen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen und junge Forscher*innen in ihrer Arbeit zu unterstützen, veranstaltet das KWI ein Schreibwochenende mit einem möglichst maßgeschneiderten Angebot für Promovierende in den Geistes-, Kultur- und qualitativen Sozialwissenschaften.

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From the Welfare State to the Eco-State? Production and Protection in the Twenty-First Century. Virtual lecture by Pierre Charbonnier in the series “Carte Blanche IV”

The welfare state is an heir to the pact between political emancipation and economic growth that was forged in the age of Enlightenment. In the specific historical conjuncture of the post-war period, the new frontier of science and productivity has been integral to a form of capitalism that was both partly democratised and increasingly dependent on fossil infrastructures. This configuration raises the question of the relationship between social justice, growth regimes and the Anthropocene. Indeed, we are now forced to question the sustainability of forms of social protection that depend on productivity policies. For political philosophy, this is an important…

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