Du sollst Danke sagen. Eine kurze Geschichte der Dankbarkeit

Danke, Danke, Danke! Wohl kaum eine Floskel wird im alltäglichen zwischenmenschlichen Miteinander so häufig verwendet, wie das kleine Wörtchen „Danke“. Als Reaktion auf eine empfangene Wohltat signalisiert die knappe Dankesbekundung den jeweiligen Adressaten, dass man deren gute Tat erkannt hat, sie erinnert und erwidert. Zugleich stellen Dankesbezeugungen keine universelle, anthropologische Praktik dar, sondern eine Geste, die erlernt und anerzogen werden muss. Danksagungen sind dementsprechend kulturell bedingt, haben eine Geschichte und sagen genau deshalb etwas über eine spezifische Kultur und Gesellschaft aus.

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Podiumsdiskussion: Ostdeutschland literarisch

Mit dem Ende der DDR und den gesellschaftlichen Transformationsprozessen im Zuge der Wiedervereinigung gehen innerdeutsche Konfliktlinien einher, die bis heute wirkmächtig sind. Sie zeichnen sich in politischen Debatten um Dirk Oschmanns „Der Osten. Eine westdeutsche Erfindung“ oder um die anstehenden Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg ab. Und sie machen vor Literatur und Literaturbetrieb nicht halt, wie sich vergangenen Herbst zeigte.

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Buchvorstellung: Blumen und Brandsätze. Eine deutsche Geschichte 1989-2023

Spätestens seit den 1980er Jahren erregt kaum etwas die Öffentlichkeit so sehr wie die Frage, wie viele und welche Menschen, „die wir nicht gerufen haben“, Deutschland aufnehmen sollte. Klaus Neumann beschäftigt sich mit Antworten auf diese Frage: von Forderungen nach der Änderung von Artikel 16 des Grundgesetzes in den frühen 1990er Jahren über die sogenannte Willkommenskultur 2015 bis zur Neuauflage der Behauptung, das Boot sei voll, nach der Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine 2022.

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Podiumsdiskussion: Klimakrisenschreiben

Der Klimawandel hat viele Orte. Einer davon ist die Literatur. So facettenreich wie die Ängste und Hoffnungen, die in Krisenzeiten Kontur gewinnen, ist auch die textliche Verhandlung des Phänomens.

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Podiumsdiskussion: Bilder unter Verdacht. Forensische Lektüren und ihre Rhetoriken der Evidenz

Wahr oder falsch, manipuliert oder gänzlich KI-generiert – kaum ein Bild zirkuliert heute in den sozialen Medien, ohne den Verdacht der Täuschung auf sich zu ziehen. Mit den gestiegenen Möglichkeiten digitaler Bildproduktion und -bearbeitung hat sich unser Blick auf Bilder verschoben: Immer häufiger richtet er sich auf verdächtige Details und sucht nach Spuren der Manipulation. Wie verändern solche forensischen Lektüren unsere digitale Bildkultur?

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Kulturtechniken der Verflachung und ihr schöpferisches Potenzial: Was verbindet Tätowierungen, Schriften, Interfaces und generative Medien?

Wir leben in einer dreidimensionalen Welt, doch wir sind umgeben von bebilderten und beschrifteten Flächen: Von der Hauttätowierung und Höhlenmalerei über die Erfindung von Bildern, Schriften, Diagrammen, Karten bis zu Film, Computerscreen und Smartphone zieht sich eine Kulturtechnik der Verflachung: Alles was ist, was noch nicht ist oder niemals sein kann (‚unmögliche Objekte‘) wird in zweidimensionaler, meist rechteckiger Präsentation gezeigt. Worin besteht das Geheimnis dieser Kreativität durch mediale Reduktion?

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Jetzt online: Erste Ferdinand Tönnies-Briefedition

Unter der Domain ftbe.de stehen der Forschung erstmals über 1.500 Korrespondenzen des bisher unpublizierten Briefwerks dieser Gründungsfigur der deutschsprachigen Soziologie frei zugänglich zur Verfügung. Briefe an bekannte Personen wie Gertrud Bäumer, Albert Einstein, Max Horkheimer, Ricarda Huch, Tomáš Garrigue Masaryk, Max Planck, Bertrand Russell, Carl Schmitt, Werner Sombart, Leo Strauss, Max Weber und viele andere laden zu Recherchen ein.

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Die Kette der Infektionen: Zur Erzählbarkeit von Epidemien

Welche Rolle spielt das Erzählen für die Bewältigung von Seuchen und Epidemien? Welche narrativen Motive, Muster und Strategien erlauben es, diffuses Infektionsgeschehen in eine nachvollziehbare Erzählung zu verwandeln? Der Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Andreas Bernard geht in seinem neuen Buch „Die Kette der Infektionen“ (S. Fischer 2023) diesen Fragen nach und findet überraschende Antworten.

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Intellektuelle in der Postkolonie: Libanon, Algerien, Frankreich 1960-1990

Viel ist derzeit von postkolonialer Theorie die Rede, vor allem negativ: Manichäisch, sogar antiaufklärerisch sei ihr Ansatz. Selten wird dabei der Kontext, in dem diese Theorien entstanden, Objekt genauer Betrachtung. Die Arabistin Yvonne Albers und der Kulturwissenschaftler Onur Erdur haben nun Bücher zu zwei solchen Entstehungskontexten vorgelegt.

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Narratives Denken. Neue Wege der experimentellen Humanwissenschaften

Fritz Breithaupt arbeitet an der Schnittstelle von Literatur- und Kognitionswissenschaft. Dabei steht die Erforschung von Narrativen im Zentrum seines Interesses, denn durch sie werden Empathievermögen, Neugier und Immersion gestärkt und der eigene Alltag verlassen. Im von ihm gegründeten Experimental Humanities Lab an der Universität Bloomington (USA) leitet Breithaupt ein Team, das Expert*innen aus sonst heterogenen Wissenschaftszweigen vereint.

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Demokratie und Diktatur. Geschichte und Gegenwart einer Grenzziehung

„Merkel-Diktatur“, „Meinungsdiktatur“, eine drohende „Ökodiktatur“ – 75 Jahre nach ihrer Gründung wird die demokratische Qualität der Bundesrepublik in aktuellen Debatten immer wieder infrage gestellt. Selbst der Chef des Umfrageinstituts Forsa warnt vor einer „Diktatur der Minoritäten“. Doch das ist nicht neu. Die Unterscheidung zwischen Demokratie und Diktatur, aber auch das Verwischen ihrer Grenzen begleiten die deutsche Demokratiegeschichte seit dem frühen 20. Jahrhundert.

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Is anyone else seeing this? A visuality of risk in Jeff Nichols’ Take Shelter (2011)

When Jeff Nichols released his feature film Take Shelter in 2011, the effects of the 2007/2008 financial crisis were still very much palpable in US-society. At the same time, effects of climate catastrophe started to increasingly impact everyday life. The film follows Curtis LaForche, a young working-class father in rural Ohio, who experiences a number of disquieting visions that point towards the coming of a storm of unseen dimensions.

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KWI Welcomes 8th Cohort of International Fellows

This April we welcome our 8th Cohort of International Fellows. Over the course of the next six months, we will be joined at KWI by six new researchers. To encourage collaborations between our guests and members of the UA Ruhr universities, we would appreciate the circulation of this press release to your networks. If you are interested in connecting with our fellows or have any questions, feel free to write Dr Ricarda Menn at ricarda.menn@kwi-nrw.de.

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Kunst und Neue Rechte. Podiumsdiskussion

Seit die Neue Rechte Kunst für ihre Politik beansprucht, drängt sich für die Kunst- und Kulturwissenschaften die Frage nach einer neurechten künstlerischen Praxis auf. Was ist neurechte Kunst und wie lässt sie sich erfassen? Geht es um eine Rückkehr zur Kunst des Faschismus, um ein Wiederaufleben einer reaktionären Ästhetik oder um die Besetzung neuer Formate, wie sie beispielsweise von der Identitären Bewegung vereinnahmt werden?

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Podiumsdiskussion: (Fehlendes) Fingerspitzengefühl. Ein Abend über das richtige Maß

Taktlos agiert, wer sich überschwänglich selbst lobt, im falschen Moment lacht, anderen die Möglichkeit zur Mitsprache abspricht, ein Geschlecht falsch deutet, sich irgendwie cringy verhält, unerwünscht Hilfe anbietet, Körperabstände nicht respektiert, die Schwächen des Gegenübers bloßstellt, ein Geheimnis ausplaudert, Kritik unnötig harsch formuliert, oder die Zuvorkommenheit anderer für den eigenen Vorteil ausnutzt. Taktlosigkeit kann sich aber auch in übertriebener Rücksicht artikulieren, etwa, wenn anstatt der kleinen Lüge ein aufrichtiges Wort erwartet würde.

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Live from KWI Garden: How Green Became Good

From China to California, self-described “greening” efforts claiming to address inequality and the climate crisis proliferate. But why are such projects—undertaken in the name of sustainability, resilience, and quality of life—being carried out in such a wide range of places with very different histories, ecologies, and cultural repertoires for urban life?

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Materialfluss. Eine Geschichte der Logistik an den Orten ihres Stillstands. Buchvorstellung mit Monika Dommann

Ohne Logistik ist unser tägliches Leben unmöglich geworden, ohne Logistik gäbe es keine Globalisierung. Doch wie ist sie zu dieser Materialflussmaschine geworden?

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Book Presentation: Welfare for Markets. A Global History of Basic Income

The idea of a government paying its citizens to keep them out of poverty – now known as basic income – is hardly new. Often dated as far back as ancient Rome, basic income's modern conception truly emerged in the late nineteenth century. Yet as one of today's most controversial proposals, it draws supporters from across the political spectrum.

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Autosoziobiographie und Film. Ein Abend in der CineScience-Reihe „Darf’s ein bisschen mehr sein?“

Seit dem Erfolg von Didier Eribons Rückkehr nach Reims und dem Literaturnobelpreis für Annie Ernaux haben Autosoziobiographien auf dem Buchmarkt Konjunktur. Wie aber sieht es im Bereich des Films aus?

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