Steffen Mau und Ewald Frie sprechen am KWI über ihre Sachbücher

Den Historiker Ewald Frie und den Soziologen Steffen Mau kann man wohl beruhigt als Sachbuchautoren der Stunde bezeichnen. Beide sind mit ihren letzten Publikationen von einem großen Publikum gelesen worden, nicht zuletzt, weil sie in ihren Büchern neue Formen des wissenschaftlichen Schreibens gegangen sind: Sowohl Ewald Frie wagt in „Ein Hof und elf Geschwister“ (C.H. Beck 2023) die subjektivierte und intime Exploration des Wandels einer bäuerlichen Familie im Münsterland, auch Steffen Mau traute sich in „Lütten Klein“ (Suhrkamp 2019) aus der Ich-Perspektive auf seine Rostocker Heimat im Spiegel der Wiedervereinigung zu blicken. Beide Autoren wagten es, Ich zu sagen. Dies war Anlass für KWI-Direktorin Julika Griem, die beiden Wissenschaftler, die sich bis zum Abend am KWI noch nie persönlich begegnet waren, zu einer Diskussion einzuladen. Nur wenige Plätze blieben am Abend des 22. Februar 2024 im Gartensaal unbesetzt, es entspann sich ein angeregter Dialog von Steffen Mau und Ewald Frie über Nostalgiefallen, Furcht vor Reputationsverlust und den Anspruch, seriöse Wissenschaft anschaulich und zugänglich zu vermitteln. Für alle, die es verpasst haben oder den Abend gern noch einmal nachsehen möchten, ist das Gespräch über den Youtube-Kanal des KWIs einsehbar. Einen fotografischen Überblick des Abends finden Sie zudem auf dem hauseigenen Facebook-Kanal.