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20.11.

Mi / 19:00

Art meets Public: Fotografie und Video als installative Praxis

Ausstellung "Floating Spaces"

Anja Schürmann (KWI), Stefan Gronert (Sprengelmuseum Hannover), Gudrun Kemsa (FH Niederrhein Krefeld), Matthias Dachwald (Kunsthaus)

Kunsthaus Nürnberg, Königstr. 93, 90402 Nürnberg

Die Kunsthistorikerin Dr. Anja Schürmann (Kulturwissenschaftliches Institut Essen), der Kunsthistoriker Dr. Stefan Gronert (Sprengelmuseum Hannover) und Prof. Gudrun Kemsa (Fachhochschule Niederrhein Krefeld) im Gespräch mit Matthias Dachwald (Kurator, Kunsthaus) über das lichtdurchflutete Bild im Werk der Fotografin Gudrun Kemsa in Abgrenzung zur Bildsprache der sog. Düsseldorfer Schule.

Über „Floating Spaces“

In Floating Spaces sieht man fotografische Aufnahmen von bekannten Orten des urbanen sowie des natürlichen Landschaftsraumes: luxuriöse Einkaufsstraßen, gewöhnliche U-Bahnhöfe, großstädtische Gebäude, Bäume, Parks und Grünflächen, der Wald oder das Meer. Diese sonst so vertrauten Orte wirken in den Arbeiten Kemsas seltsam befremdlich, unwirklich theatralisch, überzeichnet irreal oder aber verschwommen, weichgezeichnet und nebulös – fast abstrakt. In den Fotografien und Videos der Künstlerin Gudrun Kemsa entziehen sie sich somit der gewohnten, leicht lesbaren Zugänglichkeit. Gudrun Kemsa versteht ihre Fotografien und Videoinstallationen als eine ästhetische Erweiterung der alltäglichen Wahrnehmung und somit als eine Möglichkeit, Bekanntes neu zu entdecken. Sie eröffnet mittels ihrer lichtbildnerischen Arbeit von scheinbar alltäglichen Szenarien ungewohnte Zugänge, die die Betrachtenden motiviert, die eigenen Sehgewohnheiten und Sinneseindrücke zu überprüfen.

In der Ausstellung Floating Spaces werden die fotografischen Arbeiten Gudrun Kemsas durch großformatige Videoinstallationen ergänzt, deren Bildräume sich kontemplativen durch Raum und Zeit bewegen. Soundkomposition und bewegtes Bild harmonieren und wirken unmittelbar entschleunigend auf die Bertachtenden. Derart zur Ruhe gekommen, beginnen die zum Film verdichteten Bilder sich in ihrer ästhetischen sanften Bewegung ganz zu entfalten.