25.04.

Do / 14:30 – 17:30

Globalsteuerung in der Krise? Der (verzögerte) Niedergang des Keynesianismus und die Strukturpolitik der sozial-liberalen Regierungen

Vortrag im Rahmen der Konferenz "Kanzlerwechsel 1974 – Die Bundesrepublik zwischen Reformpolitik und Krisenmanagement"

Tim Schanetzky, KWI

Leibniz-Gemeinschaft, Chausseestraße 111, Berlin

Über die Konferenz „Kanzlerwechsel 1974 – Die Bundesrepublik zwischen Reformpolitik und Krisenmanagement“

Vor fast 50 Jahren, am 6. Mai 1974, trat Willy Brandt vom Amt des Bundeskanzlers zurück, und zehn Tage später wurde Helmut Schmidt zu seinem Nachfolger gewählt. Aus diesem Anlass veranstalten die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung und die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung am 25. und 26. April 2024 eine internationale Konferenz unter dem Titel „Kanzlerwechsel 1974: Die Bundesrepublik zwischen Reformpolitik und Krisenmanagement“ in den Räumen der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin.

Die Kanzlerschaften Willy Brandts und Helmut Schmidts prägten nicht nur die Bundesrepublik, sondern standen für einen tiefgreifenden Wandel in der Europa- und Globalpolitik. Verband sich mit der Amtsübergabe von Brandt zu Schmidt nur ein Stiloder auch ein Politikwechsel? Wie gingen die beiden sozialdemokratischen Kanzler mit den tiefgreifenden und vielfach krisenhaften Wandlungsprozessen zwischen 1969 und 1982 um? Wie schlug sich der Kanzlerwechsel in der bundesdeutschen Außen- und Sicherheitspolitik, in der Wirtschafts- und Finanzpolitik, aber auch in der Gesellschaftsund Sozialpolitik nieder? Und wie wirkte sich das persönliche Verhältnis der beiden führenden Sozialdemokraten auf das praktische Regierungshandeln der sozial-liberalen Koalition und die politischen Konzepte der SPD aus? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der drei Konferenzpanels, in denen Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland ihre Thesen präsentieren und diskutieren werden.

Zusätzlich zum Konferenzprogramm findet am Abend des 25. April eine öffentliche Podiumsveranstaltung mit Gästen aus Wissenschaft, Politik und Journalismus statt, in der nach dem historischen Erbe der beiden Kanzler gefragt werden soll: Wie erinnern wir uns an die beiden ersten sozialdemokratischen Bundeskanzler? Was bleibt von ihnen und ihren Regierungspraktiken und -politiken, und lässt sich daraus etwas für den Umgang mit aktuellen politischen Herausforderungen ableiten? Wie haben sich der Politikstil und das Krisenmanagement im Kanzleramt in den vergangenen fünf Jahrzehnten verändert?