In der Sitzung werden zwei gattungsdifferente Texte der Climate Fiction von Marion Poschmann und Kathrin Röggla diskutiert. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie im Anthropozän über Enden/Endlichkeit ob des Klimas (Eisschmelze, Flut, Verlust von Ökosystemen) literarisch gesprochen werden kann und welche Verfahren des Erzählens von Klimaenden auszumachen sind. In der Sitzung geht es u.a. um den Stellenwert der kleinen Form des Gedichts, um das Konzept des „Gletscherbegräbnisses“, um Verknappung, dialogische Tragödien-Rückgriffe (Sprecherposition, Trauergesang), Weltbezüge (Klimaprotest, Bundesverfassungsgericht, Tipping Points) und das Verhältnis von Fiktion und Klimaforschung. Gefragt wird hierbei, angesichts klimabedingter Enden, auch nach der Agentialität der literarischen Texte selbst, also ihrem „hermeneutischen Empowerment“.
06.07.
Mo / 14:00
Klimabedingte Enden?
Sitzung des Seminars „Das Ende denken: Tod, Klima, Zukunft", Institut für Deutsche Philologie, Universität Greifswald
Laura M. Reiling, Elisabeth Flucher
Rubenowstraße 3, 17489 Greifswald, Seminarraum 1.18