Am heutigen Mittwoch startet auf dem KWI-Blog eine weitere Reihe mit Gastbeiträgen, diesmal von Studierenden der Universität Tübingen. Die Texte der Blogreihe „Soziologische Fiktionen“ sind Ergebnis eines Seminars, welches unter dem Titel „Soziologie und Literatur“ im Sommersemester 2025 vom Soziologen Sebastian J. Moser angeboten wurde.
Gemeinsam mit seinen Seminarteilnehmer:innen erforschte er die Verbindung und den Einfluss der Literatur und des Literarischen auf die Soziologie und ihre Erkenntnis(-produktion). Dabei ging es u.a. um Themen wie die illustrative Kraft der Literatur für die soziologische Theorien, Literatur als Datengrundlage, literarische Formen wie den Essay oder das Porträt, den Gebrauch von Metaphern oder Ironie zur Erkenntnisgewinnung, bis hin zu neueren Ansätzen der soziologischen Fiktion. Diese nutzt Erzählkunst, um soziale Muster zu zeigen – nicht bloß zu erklären.
Die nun auf dem KWI-Blog präsentierten fiktiven Texte sind aus Forschung, Alltagserfahrungen und soziologischen Gedanken entstanden. Im Zentrum der Blogreihe stehen Geschichten des Alltags und Momente der Irritation, in denen soziale Ordnungen ins Wanken geraten. Die Reihe versteht sich als Einladung, Fiktionen als Form soziologischen Denkens ernst zu nehmen – und eigene Lesarten zu entwickeln.
Jeweils montags wird eine Fiktion veröffentlicht, auf die mittwochs die von den Autor:innen verfasste soziologische Deutung folgt – dies soll Ihnen als Lesende die Gelegenheit bieten, über die Kommentarfunktion Ihre Lesart der Geschichte zur Diskussion zu stellen.
Hier geht’s zur neuen Reihe. Im ersten Blogpost erläutert Initiator Sebastian J. Moser das Konzept.
Wissenschaftliche Koordination: Sebastian J. Moser (Universität Tübingen)
Redaktion und Lektorat: Armin Flender & Laura M. Reiling