Jetzt online: Erste Version der Ferdinand Tönnies-Briefedition

Eine erste Version der Ferdinand Tönnies-Briefedition ist nun freigeschaltet. Damit ist der Briefbestand des international bekannten Soziologen erstmals in kritisch kommentierter Form der Fachwelt digital zugänglich. Unter ftbe.de finden sich aktuell bereits mehr als 1.500 Briefe, die Online-Edition wird im Laufe der kommenden Monate über 1.800 Briefe des Gesellschaftstheoretikers präsentieren. Als Wissenschaftspionier machte Tönnies sich zeit seines Lebens verdient um die universitäre Etablierung der deutschsprachigen Soziologie. Im Gegensatz zu anderen soziologischen Gründungsfiguren wie Max Weber und Georg Simmel war die Tönnies-Korrespondenz bisher noch weitgehend unpubliziert. Die Online-Edition ändert diese Situation und veröffentlicht unter anderem Briefwechsel von Tönnies an Max Horkheimer, Ricarda Huch u.v.a.

Die Briefedition entsteht aktuell im DFG-geförderten Projekt Ferdinand Tönnies-Briefe, welches am KWI angesiedelt ist. Zur Realisierung der Edition kooperieren die beiden Herausgeber Uwe Dörk und Alexander Wierzock eng mit der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek (SHLB) in Kiel, die den Tönnies-Nachlass betreut (darunter knapp 1.000 Briefe); dem Trier Center for Digital Humanities (TCDH) der Universität Trier, das für die editorische IT-Konzeption und -Betreuung des Projektes zuständig ist; und dem Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz, das einerseits die technische Infrastruktur für die Langzeitarchivierung zur Verfügung stellt und andererseits mit dem Sozialwissenschaftlichen Archiv (SAK) die editorische Arbeit begleitet. Darüber hinaus wird das KIM und das SAK nach Projektabschluss die dauerhafte Nutzung der Edition in technischer und inhaltlicher Hinsicht sicherstellen.